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Konzertberichte

 

11.07.2016

Rammstein

Waldbühne

84 EUR

Vorprogramm: Peaches

Setlist:

1. Ramm4

2. Reise, Reise

3. Hallelujah

4. Zerstören

5. Keine Lust

6. Feuer frei

7. Seemann

8. Ich tu dir weh

9. Du riechst so gut

10. Mein Herz brennt

11. Links 2-3-4

12. Ich will

13. Du hast

14. Stripped

......................

15. Sonne

16. Amerika

17. Engel

     
14.06.16
Paul Mccartney
Waldbühne
104 EUR
 
Setlist:
1. A hard day's night
2. Save us
3. Can't buy me love
4. Letting go
5. Temporary secretary
6. Let me roll it
7. I've got a feeling
8. My valentine
9. Nineteen hundred and eighty five
10. Here, there and everywhere
11. Maybe I'm amazed
12. We can work it out
13. In spite of all the danger
14. You won't see me
15. Love me do
16. And I love her
17. Blackbird
18. Here today
19. Quennie eye
20. New
21. The fool on the hill
22. Lady madonna
23. Fourfiveseconds
24. Eleanor Rigby
25. Being for the benefit of Mr. Kite
26. Something
27. Ob la di, ob la da
28. Band on the run
29. Back in the USSR
30. Let it be
31. Live and let die
32. Hey Jude
.......................................
33. Yesterday
34. Hi hi hi
35. Birthday
36. Golden slumbers
37. Carry that wheigt
38. The end

     

06.11.15
Marilyn Manson
Columbiahalle
45,50 EUR

 

Setlist:
Intro: Satan is real & The devil is alive
1. Deep six
2. Disposable teens
3. mOBSCENE
4. No reflection
5. Cupid carries a gung
6. Sweet dreams (Eurythmics Cover)
7. Angel with scrabbed wings
8. Cruci-Fiction in space
9. Irresponsible
10. The dope show
11 Antichrist superstar
12. The beautiful people
13. Coma white



15.05.15
And One
Waschhaus Potsdam



Willkommen im Vorhof zur Hölle Berlin ... Bericht folgt.

Setlist:
1. An alle Krieger!
2. Wasted
3. Virgin Superstar
4. Wild pain
5. Panzermensch
6. The other side
7. Everybody lies at night
8. Krieger
9. Unter meiner Uniform
10. Traumfrau
11. The sun always shines on TV (A-ha)
12. Men in uniform

13. Love me

14. Für

15. Zeit ohne Zeit

16. Keiner fühlt's wie wir

17. High

18. Get you closer

19. Life isn't easy in Germany

20. Loser

21. Spontanverkehr

22. Uns geht's gut

23. Metalhammer

24. Männermusik

25. Deutschmaschine

26. Seven

27. Take some more

...........................................

28. U-Bootkrieg in Ostberlin

29. Speicherbar

30. Sternradio/Photographic (Depeche Mode)

31.  Big in Japan (Alphaville)

32. Second voice

...........................................

33. Back home

34. Techno man

35. Military fashion show

36. Sometimes

37. Shouts of joy

28.04.15

Deichkind

Max-Schmeling-Halle

  • Setlist:

    1. So 'ne Musik

    2. Denken Sie groß

    3. Mehr als lebensgefährlich

    4. Naschfuchs

    5. Befehl von ganz unten

    6. Bück dich hoch

    7. Leider geil

    8. Hauptsache nichts mit Menschen

    9. Like mich am Arsch 

    10. Die Welt ist fertig 

    11. Hoverkraft 

    12. Porzellan und Elefanten 

    13. Powered By Emotion 

    14. Illegale Fans 

    ............................

    15. Arbeit nervt 

    16. Was habt ihr? 

    17. Egolution 

    18. Luftbahn

    19. Komm schon! 

    20. Bon Voyage 

    21. Reimemonster

    22. Roll das Fass rein 

    23. Niveau Weshalb Warum 

    24. Hört ihr die Signale / The power of love

    25. Prost 

    26. Limit 

    27. Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)

    Outtro: Selber machen lassen (Video)

    06.03.15

    Kraftklub

    Max-Schmeling-Halle

    Vorprogramm WANDA

     

    Zuletzt sahen wir Kraftklub als Vorband von Rammstein und fanden die Musik erfrischend und die Texte dazu schlau und witzig. Nach dem Erfolg ihres ersten Album mit K mit der ultimativen Anti-Hipster-Hymne Ich will nicht nach Berlin setzten die fünf Chemnitzer 2014 mit dem Album In schwarz ihre Erfolgswelle nahtlos fort. Somit war das Konzert schnell ausverkauft. Und Felix und Co. brachten von der ersten Minute die Halle zu tanzen, pogen, springen. Zwischendrin leisteten K.I.Z. und Casper Support. Die Zeit ging schnell herum und die Stücke blieben noch Tage nach dem Konzert in den Ohren.

    Setlist:

    1. Für immer

    2. Eure Mädchen

    3. Ich will nicht nach Berlin

    4. Juppe für's Gehirn (mit K.I.Z.)

    5. Mein Leben

    6. Alles wegen dir

    7. Unsere Fans

    8. Meine Stadt ist zu laut

    9. Hand in Hand

    10. Irgendeine Nummer

    11. Blitzkrieg Bop (Ramone Cover mit Wanda)

    12. Wie ich

    13. Ritalin/Medikinet, Melancholie, Liebe, Zu jung, Kein Liebeslied, Lieblingsband

    ...........................

    14. Deine Gang

    15. Schüsse in die Luft

    16. Songs für Liam (mit Casper)

    ...........................

    17. Randale

    18. Karl-Marx-Stadt

    19. Scheissindiedisko

    03.05.14

    And One

    Columbiahalle

    35,00 EUR

    Vorprogramm Formalin

     

    Wie immer kein Konzert von And One ohne die vorigen organisatorischen Aufregungen und Verschiebungen. Erst sollte es die Abschiedstour werden, dann wurde daraus die Forever-Tour und zu guter Letzt sorgte ein Beinbruch von Steve für die Verschiebung von Dezember auf Mai. Somit mussten wir die über ein Jahr lang dar liegenden Karten noch etwas entstauben und waren trotzdem voller Vorfreude auf das Konzert gespannt. Die Tour gestaltete sich bisher als die Tour der Rekorde und da es sich um das Abschlusskonzert handelte, konnte dies nur der Höhepunkt sein. Pünktlich zum Einlass erschienen, wurden beste Plätze auf dem Rang Mitte in der Columbiahalle möglich. Auch die Vorband überzog nicht mit solider elektronischer Arbeit vom Band ab und zu unterstützt durch eine elektrische Gitarre.

    Das Konzert begann kurz nach 20 Uhr mit den Tönen zu Black generation, einem von vier neuen Stücken und Nico, Joke, Rick und Steve betraten einzeln die Bühne. Danach ging es gleich mit Get you closer in die vollen und wurde anschließend wieder ruhiger. Eine Mischung aus allen Alben (rund vier Stücke aus jedem Album) und Bonustracks wie Shice guy machten dies zu einem Very Very Very Best of And One. Der Sound war perfekt, eine so abgestimmte Lichtshow gab es bisher nicht und Steve in gesanglicher (ohne textliche Hänger diesmal) und entertainerischer Bestform. So richtig laut wurde es mit Timekiller, dass fast die Halle vor Stimmung und Sound "zerberstete" (Computer star muss auch mal bei Gelegenheit gespielt werden :-).

    Bei der Vielfalt an gebotenen Stücken lassen sich schwer Highlights heraus picken. Zu Krieger erreichte die Stimmung ebenfalls eine Höhepunkt und die ruhigeren Playing dead - in einer klasse Piano-Version von Nico begleitet - und The aim is in your head wieder von Joke Jay vorgetragen sorgten für Ausgewogenheit. Richtung zweite Halbzeit hin durften die Cover-Versionen (Depeche Mode und New Order) nicht fehlen und die Stimmung stieg mit den Evergreens Bodynerv und Second voice. Für mich machten das selten gespielte Secret boy, das zweitschönste And-One-Lied Paddy is my DJ und das die Gute-Laune-Stück Sweety Sweety von der Nordhausen den Abend perfekt. Mit die Partysong Rick wurde nicht selbiger in den Mittelpunkt gestellt, sondern auch Steves Rap- und Jokes Schuhplattlerkünste. Nach einer kurzen Pause ging es mit den den Zugaben, die von der Anzahl bei anderen Bands ein übliches Konzert füllen würden, weiter. Der erste Teil nahm die Evergreens und der zweite ruhigere Akustik-Versionen zum Ausklang nicht ohne die üblichen Blödeleien ein. Nach über 4,5 Stunden und 61 Songs war Schluss. Rekord und nie wieder erreichbar.

    Setlist:

    1. Black generation

    2. Get you closer

    3. Only your dreams

    4. Goodbye Germany

    5. Love you to the end

    6. Bad girl

    7. Shice guy

    8. Zerstörer

    9. Panzermensch

    10. Love & fingers

    11. Timekiller (Project Pitchfork)

    12. Anguish

    13. Only one

    14. Metalhammer

    15. Krieger

    16. Fehlschlag

    17. Krieger

    18. Traumfrau

    19. Speicherbar

    20. Don't need the drugs

    21. Friends in heaven

    22. Playing dead (Piano Version)

    23. Murder Murder

    24. The aim is in your head

    25. High

    26. Men in uniform

    27. Electrocution

    28. Strafbomber

    29. Deutschmaschine

    30. Seven

    31. It's called a heart (Depeche Mode)

    32. Blue monday (New Order)

    33. Aigua

    34. Missing track

    35. Everybody lies at night

    36. S.T.O.P. the sun

    37. Enjoy the unknown

    38. Steine sind Steine

    39. Bodynerv

    40. Paddy is my DJ

    41. Secret boy

    42. But not tonight (Depeche Mode)

    43. Second voice

    44. Rick

    45. Tanz der Arroganz

    46. Sweety sweety

    ................................................

    47. Wasted

    48. Sometimes

    49. Military fashion show

    ................................................

    50. Driving with my darling

    51. Techno man

    52. Für

    53. Shouts of joy

    ................................................

    54. Evil boys

    55. Klaus

    56. Pimmelmann (Accoustic version)

    57. So klingt Liebe (Accoustic version)

    58. Shake the disease (Depeche Mode) (Accoustic version)

    59. Enjoy the silence (Depeche Mode) (Accoustic version)

    60. Reality (Richard Sanderson) (Accoustic version)

    61. Biene Maja (Karel Gott) (Accoustic version)

    24.10.2013

    Goldfrapp

    Heimathafen Neukölln

    31,80 EUR

    Das letzte Goldfrapp-Konzert in Berlin wurde leider eine Stunde vor Beginn  abgesagt, da es Alison Goldfrapp beim Soundcheck nicht gut ging. Nach langem Warten kam sie nun ohne Will Gregory aber mit neuen Liedern aus dem ruhigen 2013er Album Tales of us erneut zu einem Konzert nach Berlin. Aus dem neuen Album waren dann sieben der 16 aufgeführten Stücke und somit eine ruhige erste Konzerthälfte zu hören, in der die Band ihr musikalisches Können und Alison Goldfrapp die gesamte Bandbreite ihrer Stimme unter Beweis stellen konnten. Zum Ende hin kam ab Ride a white horse und den Disco-Klassikern Ooh la la und Strict machine noch mehr Bewegung in den Saal.

    Setlist:

    1. Jo

    2. Drew

    3. Stranger

    4. Alvar

    5. Annabel

    6. Clay

    7. Yello halo

    8. Little bird

    9. You never know

    10. Thea

    11. Ride a white horse

    12. Ooh la la

    .................................

    13. Clowns

    14. Loveley head

    15. Train

    16. Strict machine

    09.06.2013

    Depeche

    Mode

    Olympiastadion

    75,20 EUR

    Vorprogramm: DJ Trentemøller

     

    Lange wurde die Tour erwartet, die nun auch dem Vierjahresabstand der Veröffentlichung neuer Alben folgt. Und die Tour führte leider wieder in das Olympiastadion mit dem bekannten Dilemma der Entscheidung zwischen gutem Sound direkt vor der Bühne oder bequemem Konzertaufenhalt auf den Rängen. Somit holten wir uns genau in der Mitte gegenüber der Bühne Sitzplatzkarten. Damit wurden wir schon mal nicht nass, hatten guten Sound und "weite" Sicht auf die Videowände, auf denen wieder die Kunstwerke von Anton Corbijn inszeniert wurden. Ab dem zweiten Stück Angel war das ganze Stadion in riesen Stimmung, die bis zum letzten Stück Never let me down again durchgängig bei knapp 70.000 Zuschauern hielt. Es war wie immer ein großartiges Konzert mit der Mischung aus Titeln des neuen Albums, Klassikern und selten gespielten Stücken.

     

    Setlist:

    1. Welcome to my world

    2. Angel

    3. Walking in my shoes

    4. Precious

    5. Black celebration

    6. Policy of truth

    7. Should be higher

    8. Barrel of a gun

    9. Higher love (Martin)

    10. But not tonight (Martin)

    11. Heaven

    12. Soothe my soul

    13. A pain that I'm used to (Jacques Lu Cont remix)

    14. A question of time

    15. Secret to the end

    16. Enjoy the silence

    17. Personal Jesus

    18. Goodbye

    .......................................

    19. Home (Martin)

    20. Halo (Goldfrapp remix)

    21. Just can't get enough

    22. I feel you

    23. Never let me down again

    24.05.13

    Rammstein

    Wuhlheide

    77,30 EUR

     

    Europa-Tour Frühjahr 2013

    Vorprogramm: Kraftklub

     

    Schon allein die Rammstein-Tickets zu ergattern, war ein Highlight, da diese nur über die Internetseite der Band verkauft wurden. Aber diesmal klappte es gut und das Freitagskonzert war gesichert. Nach ewiger Parkplatzsuche in der Gegend um Wuhlheide, Köpenick und Oberschöneweide drangen die ersten Töne von Kraftklub herüber, die erfreulicherweise als Vorband engagiert wurden.

    Rammstein führte nun mit die dritte Tour durch, ohne dass ein neues Album erschien. Das schmälerte jedoch nicht hervorragende Performance und Pyrotechnik. Das Highlight dieses Konzerts war zweifelsohne die Pianoversion von Mein Herz brennt mit Flake am rauchenden Flügel, da als einziges bisher so noch nicht aufgeführt wurde. Ansonsten war es ein super Konzert, jedoch bis auf das erwähnte Mein Herz brennt ohne neues.

     

    Setlist:

    1. Ich tu dir weh

    2. Wollt ihr das Bett in Flammen sehen

    3. Keine Lust

    4. Sehnsucht

    5. Asche zu Asche

    6. Feuer frei

    7. Mein Teil

    8. Ohne dich

    9. Wiener Blut

    10. Du riechst so gut

    11. Benzin

    12. Links 2 3 4

    13. Du hast

    14. Rammstein Intro / Bück dich

    15. Ich will

    ..............................................

    16. Mein Herz brennt (Piano Version)

    17. Sonne

    18. Pussy

    15.04.13

    Lana del Rey

    Velodrom

    48,65 EUR

    Paradise Tour

    Vorprogramm: Kassidy ("Schottischer Oasis Country")

     

    Mit dem Internetsong Video games gelang  Lana del Rey 2011 über youtube der Karrierestart, an dem schon eine Weile gefeilt wurde. 2012 legte sie mit dem Album Born to die noch eins drauf, aus dem die Singles Born to die, Blue jeans, Summertime sadness, Ride und Dark paradise ausgekoppelt wurden. Die Belohnung erfolgte u.a. mit dem Echo 2013. Da verlockte es, auch die erste Tournee in Deutschland zu besuchen. Das Konzert im Tempodrom war schon fünf Monate vorher ausverkauft, so dass uns der Veranstalter leider auf Grund der hohen Nachfrage in die neue Werner-Seelenbinder-Halle umquartierte. Während sich an Stil und Texten Lana del Reys die Geister scheiden, ist es  jedoch ihre facettenreiche Stimme, mit der sie live Eigeninterpretationen ihrer Stücke und ein paar Coversionen (gelungen: Heart shaped box von Nirvana) genauso wie auf dem Album begeistert. Lana del Rey ist jedoch keine Rampensau. Ihre Ausstrahlung war ungefähr auf gleichem Niveau wie die der Papplöwen auf der Bühne, da die Performance sich ausschließlich auf den Gesang beschränkte. Man kann sich streiten, ob es nun ihr Stil, das Lampenfieber oder die hohe Konzentration war, gesungen hat sie jedenfalls sehr schön.

    Setlist:

    1. Cola

    2. Body electric

    3. Gods and monsters

    4. Blue jeans

    5. Born to die

    6. Heart shaped boy (Nirvana Cover)

    7. Carmen

    8. Million dollar man

    9. Blue Velvet (Tony Bennett Cover)

    10. American

    11. Without you / Knockin' on heavens door (Bob Dylan Cover)

    12. Ride

    13. Summertime sadness

    14. Burning desire

    15. Video games

    16. National anthem

    17.11.12

    And One

    Columbiahalle

    34,78 EUR


    Ticket Nr. 1 für 12.05.12 noch als
    Cover for the Masses Tour geplant

    Ticket Nr. 2 für 17.11.12 als Austausch

    am Einlass

    The S.T.O.P. Fulltimeshow 2012

    Vorprogramm: Distain, Melotron, Welle:Erdball

     

    Ja, unser vielleicht sogar letztes And-One-Konzert, das zudem schon in fast guter Tradition um Monate verschoben wurde. Auf die Vorbands haben wir verzichtet, denn man ist ja nicht mehr der Jüngste und hält nicht vier Stunden bis zum Hauptact durch. Somit war durch das späte Erscheinen in der ausverkauften Columbiahalle zwar die Sicht anfangs etwas getrübt, aber dass auch gleich der Sound so schlecht war, ist zumindest aus der Columbiahalle unbekannt. 21:48 Uhr begann das Intro, bei dem alle vier Bandmitglieder einzeln angekündigt wurden und die Bühne betraten. Das Licht war diesmal gut und obwohl Steves Stimme ab dem 3. Titel nicht ganz optimal zu hören war (die neuen Songs waren so gut wie gar nicht zu verstehen), er immer weniger textsicher ist (auch bei dem "vor fünf Tagen selbst geschriebenen Shake the disease, das einem Depeche Mode-Lied sehr ähnlich klingt"), wurde Party bis zum Ende um 0:30 Uhr mit einer langen, langen Setlist gefeiert. Es war so viel an Musik und dabei so vielfältig, dass die ankündigte Abschiedstour 2013 eigentlich gar nicht mehr bringen kann. Oder i.s.t. doch möglich, das noch zu übertreffen?

     

    Setlist:

    1. Shouts of joy

    2. Zerstörer

    3. Back home

    4. Love you to the end

    5. Enjoy the unknown

    6. S.T.O.P. the sun

    7. Techno man

    8. Steine sind Steine

    9. Paddy is my DJ

    10. High

    11. Metalhammer

    12. Driving with my darling

    13. The secret

    14. The walk (The Cure)

    15. Ice

    16. Mirror in you heart

    17. Sometimes

    18. Electrocution

    19. Deutschmaschine

    20. Seven

    21. Traumfrau

    22. Missing track

    23. Shake the disease (Depeche Mode)

    24. But not tonight (Depeche Mode)

    25. Fools (Depeche Mode)

    26. Speicherbar / Fly on the windscreen (Depeche Mode)

    ...........................................................

    27. Killing the mercy

    28. Recover me

    29. Wasted / Personal Jesus (Depeche Mode)

    30. Military fashion show

    31. The sun always shines on TV (A-ha)

    32. Get you closer

    33. Für

    34. So klingt Liebe (Piano)

    35. Klaus (Piano)

    36. Pimmelmann

    37. Let's get ready to scream: Enjoy the silence (Piano)

    (Depeche Mode)

    30.09.12

    Oomph!

    Huxleys Neue Welt

    26,00 €

     

    Des Wahnsinns Fette Beute Tour

    Vorprogramm: Blowsight

     

     

    Na das nenne ich ein gelungenes Konzert. Kurz angestanden und im Huxleys viel Platz zum Bewegen. Ein Besuch bei Oomph! war schon lange mal notwendig angesichts der Fülle an schönen Liedern, die sie im Laufe ihrer langen Karriere veröffentlichten. Die Präsentation des neuen Albums Des Wahnsinns fette Beute war Anlass der Tour. Von Anfang an gute Stimmung durch Entertainer "Joker" Dero und seinen auf sechs verstärkten Live-Kollegen im Matrosenlook. Schön war's, laut war's!

     

    ... fern so fern, warst du meinem Hafen.

    Gern, so gern bleib ich bei dir heute Nacht!

     

    Setlist:

    1. Unzerstörbar

    2. Labyrinth

    3. Mein Schatz

    4. Das weiße Licht

    5. Bis der Spiegel zerbricht

    6. Träumst du

    7. Wunschkind

    8. Kleinstadtboy

    9. Mein Herz

    10. Der neue Gott

    11. Regen

    12. Niemand

    13. Gekreuzigt

    14. Seemannsrose

    15. Mitten ins Herz

    16. Auf Kurs

    17. Sex hat keine Macht

    18. Zwei Schritte vor

    19. Sandmann

    20. Augen auf!

    .............................

    21. Aus meiner Haut

    22. Gott ist ein Popstar

    23. Always look on the bright side of life

    18.08.12

    Die Ärzte

    Waldbühne

    39,50 €

    Das Ende ist noch nicht vorbei Tour

    Vorprogramm: The Undertones

     

     

    Setlist:

    1. Ist das noch Punkrock?

    2. Bettmagnet

    3. Tamagotchi

    4. Hurra

    5. Lied vom Scheitern

    6. Heulerei

    Tanzeinlage aus dem Linientreu: Temple of love

    7. Wir sind die Besten

    8. Angeber

    "jibs doch jar nicht" (als Ausdruck Berliner Erstaunens)

    9. Deine Schuld

    10. Die ewige Maitresse

    11. Sohn der Leere

    12. 1/2 Lovesong

    Über die Kochkünste der Mutter von Farin Urlaub.

    13. zeiDverschwÄndung

    14. Langweilig

    15. Ein Song namens Schunder

    16. Wie es geht

    17. Grace Kelly

    18. Popstar

    19. Waldspaziergang mit Folgen

    20. Lasse redn

    21. Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas!

    22. Rettet die Wale

    23. Ignorama

    24. Schrei nach Liebe

    25. Ist das alles?

    26. Rebell

    ...................................

    27. TCR

    28. Westerland

    29. Unrockbar

    ...................................

    30. Himmelblau

    31. Perfekt

    32. Junge

    ...................................

    33. Der Graf

    34. Punkbabies

    35. Zu spät

    36. Dauerwelle vs. Minipli

    14.12.11

    Rammstein

    o2 world

    76,50 €

     

    Made in Germany

    Vorprogramm: Deathstars

     

    Auch diesmal waren die beiden Konzerte in Berlin sofort ausverkauft, so dass ein drittes und viertes Konzert nachgelegt wurden. Nach jedem Rammstein-Konzert denke ich, das war Wahnsinn, besser geht es nicht.  Und beim nächsten Mal legen sie noch mal eine Schippe drauf. So auch diesmal, bei der Best-Of-Tour. Der Einmarsch durch das Publikum in die Mitte der Halle und von dort über eine Stahlbrücke auf Bühne. Bei Bück dich (mit Keyboard-Einlage von Richard Kruspe) ging es für die Band auf allen vieren zurück auf die kleine Bühne zu Mann gegen Mann und Ohne dich. Mehr Pyro, mehr Licht, mehr Bühnentechnik als je zu vor, vom Repertoire alles, was das Herz erfreut und zum Abschied nach 2 Stunden sogar noch Worte an das Publikum "Wir sind Rammstein, das ist Berlin. Vielen Dank und auf Wiedersehen!".

    Setlist:

    1. Sonne

    2. Wollt ihr das Bett in Flammen sehen

    3. Keine Lust

    4. Sehnsucht

    5. Asche zu Asche

    6. Feuer frei

    7. Mutter

    8. Mein Teil

    9. Du riechst so gut

    10. Links 2-3-4

    11. Du hast

    12. Haifisch

    13. Bück dich

    14. Mann gegen Mann

    15. Ohne dich

    .................................

    16. Mein Herz brennt

    17. Amerika

    18. Ich will

    .................................

    19. Engel

    20. Pussy

     

    12.11.11

    And One

    Berlin, Columbiahalle

    45,89 €

     

     

    Vorprogramm: X-Divide

     

    Nach einem Jahr Tourpause und personeller Veränderungen trat And One wieder in der erfolgreichen Live-Besetzung mit Joke Jay und Rick Schah die 2011er Tour an. Bereits vorher standen De/Vision und Camouflage als "Special Guest" fest.

     

    Die Columbiahalle war einige Tage vor Konzertbeginn ausverkauft und bereits um 16:30 Uhr öffneten die Einlasstüren. Die Vorband Minerve sagte kurzfristig, ab so dass sich zum Warmlaufen X-Divide aus Köln bereits um 17:15 Uhr nicht hinter den Orgelriemen, aber hinter den Apple-Laptop schmiss. Nach einigen elektrischen Liedern war der Anfang vollbracht.

     

    Special Guest De/Vision

     

    Um 17:45 Uhr hämmerte De/Vision mit Twisted Story los. Der Klang fiel zwar insgesamt an dem Abend der Lautstärke zum Opfer, aber mit der musikalischen Qualität ging die Stimmung sofort nach oben.

     

    1. Twisted story

    2. Try to forget

    3. Ready to die

    4. What's love all about

    5. I regret

    6. Rage

    7. Time to be alive

    8. Flavour of the week

    ....................................

    9. Your hands on my skin

     

    Special Guest Camouflage

     

    Eine Stunde später startete Camouflage mit ihrem besten Titel Suspicious love von null auf hundert in das Programm. Ab dem zweiten Stück wurden die drei durch einen Schlagzeuger und einen lustigen Gitarristen verstärkt. Mit einer Mischung aus neuen und alten Stücken verbreiteten sie gute Laune bis zum Finale, bei dem natürlich die Klassiker Love is shield und The great commandment nicht fehlen durften.

     

    1. Suspicious love

    2. Misery

    3. Neighbours

    4. I can't feel you

    5. We are lovers

    6. Dreaming

    7. Confusion

    8. That smiling face

    9. Me and you

    10. Love is a shield

    ............................

    11. Shine

    12. The great commandment

     

    And One

     

    Kurz nach 8 ging das Licht aus und zum Intro betraten Steve, Joke, Rick mit Nico Wieditz die Bühne, der And One während dieser Tour an "ca. 180 Keyboards" verstärkte. Und wenn ein Konzert mit Techno man beginnt und Love & fingers, Love you to the end, The walk und Shining star folgen, dann ist Party von der ersten Minute angesagt. Bemerkenswert erfrischend war es, dass seit langem wieder live gespielte wurde. Nicht ganz optimal kamen die Tanzomat-Stücke, insbesondere das beste Tanzomat-Lied Playing dead rüber, da Steve zum mehr zum Ablesen der Songtexte des neuen Albums überging. Aber das war der einzige Makel an dem Abend. Joke Jay sang natürlich High und auch The aim ist in your head mit freundlicher Lichtunterstützung durch Steve. Traumfrau ging gleich mit einem neuen super Anfang los und Deutschmaschine wurde neu interpretiert. Als zum Schluss noch So klingt Liebe in einer erstmals akzeptablen Piano-Live-Version den Abend fast beendete kam noch als Überraschungsgast Eskil Simonsson von Covenant auf die Bühne und gemeinsam wurde das Franz Schubert-Cover Der Leiermann celebriert. Zum Schluss waren wir glücklich über die Musik und froh nach 6 Stunden stehen im Auto zu sitzen und nach Hause zu fahren.

     

    Setlist:

    Intro: Ice

    1. Techno man

    2. Love and fingers

    3. Love you to the end

    4. The walk (The Cure)

    5. Shining star

    6. Sometimes

    7. Seven

    8. Wounds

    9. Memory

    10. High

    11. Traumfrau

    12. Electrocution

    13. Deutschmaschine

    14. The aim is in your head

    15. Schwarz

    16. Für

    17. Zerstörer

    18. Metalhammer

    19. Recover you

    20. Get you closer

    21. Playing dead   

    .........................................

    22. Timekiller (Project Pitchfork)

    23. Military fashion show

    24. Body nerv

    .........................................

    25. Krieger / Sweet dreams (Eurythmics)

    26. Speicherbar

    27. Wasted / Personal Jesus (Depeche Mode)

    28. So klingt Liebe (Acoustic)

    29. Der Leiermann mit Eskil Simonsson

    30. Enjoy the silence (Depeche Mode)

    31. Klaus (Acoustic)

    32. Pimmelmann (Acoustic)

    27.10.11

    Caro Emerald

    Berlin, Tempodrom

    50,95 €

     

     

    It's no time for sitting down!

    Amazing Show!!!

     

     

    Setlist:

    1. That man

    2. Just one dance

    3. Riviera life

    4. Back it up

    5. The lipstick on his collar

    6. The other woman

    7. Dr. Wanna Do

    8. Absolutely me

    9. Bad romance (Lady Gaga Cover)

    10. I know that he's mine

    11. Two hearts

    12. You don't love me

    13. A night like this

    ............................

    14. Close to me

    15. Stuck

    22.11.10

    Die Fanta-stischen Vier

    Berlin, o2 world

    47,90 €

     

    Für Dich Immer Noch Fanta Sie - Tour 2010

    Vorprogramm: Marteria

     

    Setlist:

    1. Spiesser-Intro

    2. Wie Gladiatoren

    3. Gebt uns ruhig die Schuld (Den Rest könnt ihr behalten)

    4. Der Picknicker

    5. Junge trifft Mädchen

    6. Danke

    7. Le Smou

    8. Nikki war nie weg

    9. Ich is ich is ich is ich

    10. Sie ist weg

    11. Dann mach doch mal

    12. Smudo in Zukunft

    13. Mehr nehmen

    14. Krieger

    15. Bring it back

    16. Böse, Love Sucks, Genug ist Genug, Schmock

    17. Was geht  

    18. Yeah yeah yeah

    19. MfG

    20. Einfach sein

    21. Tag am Meer

    22. Was wollen wir noch mehr

    .....................................

    23. Ernten was wir säen

    24. Troy

    25. Populär

    06.11.10

    And One

    Berlin, Columbiahalle

    19,00 €

     

     

    Tanzomat Fulltime Show

    Vorprogramm: Gecko Sector und F.O.D.

     

    Setlist:

    1. Ego

    2. Second front

    3. Love and fingers

    4. The secret

    5. Sometimes

    6. Only your dreams

    7. Stand the pain

    8. My warrior

    9. Sexkeit

    10. Seven

    11. Mirror in your heart

    12. Deutschmaschine

    13. Metalhammer

    14. Anguish

    15. Over there

    16. Panzermensch

    17. The aim is in your heart

    18. But not tonight (Depeche Mode Cover)

    19. Get you closer

    20. Men in uniform

    21. Steine sind Steine

    22. Traumfrau

    23. The sun always shines on T.V. (A-ha Cover)

    24. Love you to the end

    25. Für

    ................................................................

    26. High

    27. Techno man

    28. Bodynerv

    ................................................................

    29. Tanz der Arroganz

    30. Sternradio/Photographic

    31. Military fashion show

    ................................................................

    32. Klaus

    33. So klingt Liebe

    12.06.10

    WestBam

    Berlin, Flughafen Tempelhof

    15,00 €

     

     

    A&P Summer Rave 2010

     

    Eigentlich ist  es kein richtiges Konzert, wenn DJ's auflegen, aber wo ist da die schon Grenze zu den vielen Playback-Auftritten bekannter Interpreten. Kaisers bewarb das Rave Event schon seit längerem und für 15 Euro Eintritt konnte man sich die Oldschool-Meister WestBam und Marusha auch knapp 20 Jahre nach Beginn der Rave-Welle (die auch viel Schrott aufbrachte) zu Ohren führen. Zum Einlass sollte es noch mal etwas Loveparade-Feeling aufkommen, weil die meisten Gäste - mal vorsichtig ausgedrückt - nicht berlinerten und das schöne Wetter sehr die angereisten Jugendfreunde sehr durstig machte, was sie auf die bekannte Art und Weise lösten. Hanger 1 und 2 des Tempelhofer Flughafens sollten jedenfalls als Tanzstätte aufleben. WestBam heizte die Party an und spielte leider nur ein Lied. Das ging aber über 1,5 Stunden und beinhaltete u.a. seine Stücke Sunshine, 10 in 1 und Hard times. Nach der WestBam spielte sich noch Lützenkirchen in die Herzen und Beine der Besucher. Als zweiter Höhepunkt diente der Auftritt von Marusha. Nach kurzen Diva-Gehabe und Pfiffen ging es mit satten Sound los und feierten mit. Leider blieb kein Platz mehr zum tanzen, weil viele dachten, sie wären auf dem Querbahnsteig des Frankfurter (Main) Hbf und müssten ihren Anschlusszug bekomme. Es wurde von vorn nach hinten, links nach rechts, hinten nach vorn, rechts nach links und diagonal in kleinen Grüppchen mit offenen Kaltgetränken im 10 -Sekundetakt durch die Tanzmenge marschiert. Zeit also zum aufbrechen.

    20.05.10

    Rammstein

    Berlin, Wuhlheide

    75,25 €

     

     

    Liebe ist für alle da-Tour Sommer 2010

    Vorprogramm: Skunk Anansie

     

    Mehr als nur Silvesterfeuerwerk und Schenkelklopfen mit Till: BÜCKSTABÜ! Zum Glück gab es noch dem Chaos um den eigenen Ticketvertrieb im Vorjahr, der zum wochenlangen Zusammenbruch der Interseite führte, dann doch einige Open-Air-Zusatzkonzerte. Für Rammstein geht man auch noch mal in die Wuhlheide (es geht doch nichts über die Waldbühne). Also stressiger Freitag hinter einem gelassen, halbe Stunde Parkplatz an der Wuhlheide gesucht (der vom FEZ war halb leer und abgesperrt) und eine weitere halbe Stunde mit Menschen angestanden, mit denen es man nicht mal 2 Minuten in einer vollen S-Bahn aushalten würde. Skunk Anansie kämpfte als Vorband um die Gunst des Publikumsund nach langer Umbaupause, ertönten die erste Klänge des Openers Rammlied, der Vorhang fiel und kurze Zeit danach auch die dahinter aufgehangen Deutschland-Fahne. Stimmlich etwas angeschlagen hämmerte Till Lindemann die Lyrik zu den Fans. Es ging gleich mit den Krachern Bückstabü und Waidmanns Heil weiter und von da an war der Abend als voller Ohrenschmauserfolg verbucht. Vom neuem Album wurden dann auch noch Wiener Blut, Frühling in Paris, Ich tu dir weh, Pussy und im Zugabeblock Haifisch gespielt. Die Feuershow war noch gigantischer als bei der letzten Tour. Zu Du hast kamen bei "JAAA" die Flammen von unten auf die Bühne und bei "NEIN" entgegen gesetzt von oben. Zu Ich tu dir weh schütte Till von einem Podest Feuer auf den in einer brennenden Wanne sitzen Flake, aus der dieser zum Schluss mit einem Glitzeranzug entstieg und auf einem Laufband weiter keyboardete. Insgesamt war es eine gute Mischung aus alten Stücke wie dem Schenkelklopfer Weißes Fleisch und Du riechst so gut aus Herzeleid, Du hast und Engel (letzter Song, Till als Engel mit brennenden Flügeln) aus Sehnsucht, Marschmusik mit Links 2-3-4, Feuer frei, Sonne und Ich will aus Mutter, Keine Lust aus Reise, Reise und Benzin aus dem letzten Album Rosenrot. Die Feuerraketen flogen im Takt von Schneider, Paul, Richard und Oliver belebten ihre Gitarren und es noch ein kleines bisschen lauter wäre es auch gegangen. Trotzdem sehr schön, bang bang!

     

    Setlist:

    1. Rammlied

    2. Bückstabü

    3. Waidmanns Heil

    4. Keine Lust

    5. Weißes Fleisch

    6. Feuer frei!

    7. Wiener Blut

    8. Frühling in Paris

    9. Ich tu dir weh

    10. Du riechst so gut

    11. Benzin

    12. Links 2-3-4

    13. Du hast

    14. Pussy

    ..............

    15. Sonne

    16. Haifisch

    17. Ich will

    ..............

    18. Engel

    28.08.09

    Die

    Toten Hosen

    Berlin, Waldbühne

    30,50 €

     

    Machmallauter Tour 2009

    Vorprogramm: Ska-P

     

    "Ich habe hier viele Union-Fans gesehen. Wir haben ein Lied für euch, wenn eure Mannschaft nach Düsseldorf kommt und von der Fortuna weggefegt wird: Steh' auf, wenn du am Boden liegst".

     

    Setlist:

    1. Strom

    2. Du lebst nur einmal

    3. Opel-Gang

    4. Innen alles neu

    5. Auswärtsspiel

    6. Disco

    7. Madeleine aus Jonschwil

    8. Alles was war

    9. Cokane in my bain (Dillinger)

    10. Wünsch dir was

    11. Hang on sloopy (The McCoys)

    12. Sascha ... ein aufrechter Deutscher

    13. Liebeslied

    14. Alles aus Liebe

    15. Paradies

    16. Steh' auf, wenn du am Boden liegst

    17. Nur zu Besuch

    18. Pushed again

    19. Reisefieber

    20. Hier kommt Alex

    21. Schönen Gruß, auf Wiederseh'n

    ................................................................

    22. Der letzte Kuss

    23. Hand in Hand (mit Armin Teutoburg-Weiß)

    24. Auflösen (mit Birgit Minichmayr)

    25. Eisgekühlter Bommerlunder

    ................................................................

    26. Bo-Frost-Mann

    27. Wort zum Sonntag

    28. Bis zum bitteren Ende

    29. Freunde

    ................................................................

    30. Bayern

    31. Zehn kleine Jägermeister

    32. You'll never walk alone

    25.06.09

    Pet Shop Boys

    Berlin Tempodrom

    42,75 €

     

     

    Pandemonium Tour 2009

     

    Zum 3 . Mal zu Neil Tennant und seinem electronic people Chris Lowe. Diesmal nahmen wir Stehplätze, weil beim letzten Mal den Leuten hinter und neben uns eher zu einem Sitzkonzert zumute war. Das geht natürlich gar nicht bei Popmusik. Vor allem ließ das neue Album Yes viel versprechen. Vergessen sei schnell die Vorband. Besser war schon die DJ-Musik zur Einstimmung. Dann ging es los.

    5x5 1m große Pappkartons und das ganze zweimal neben einander. Dies war das Motto des Abends. Durch beide kamen die Herren ebenfalls mit Kartons auf dem Kopf hindurch marschiert und starteten mit Heart gleich durch. Die Tänzerinnen hielten ihre Kartons länger auf dem Kopf, was ihre Leistung jedoch nicht beeinträchtigte. Als zweites wurde Kartons gegen Basecap und Melone getauscht und mit der neue Single Did you see me coming? ging es flott weiter. Danach gab es eine Mischung aus den zwei Stücken Pandemonium / Can you forgive her? weiter. Dies kam an dem Abend noch des öfteren vor (bei Go west mit dem Rhythmus von Paninaro, Always on mind / Closer to heaven und Viva la vida / Domino dancing). Wunderschön waren mal wieder die vielen alten Stücke vom ersten und zweiten Album anzuhören (Two divided by zero, Why don't we live together, Kings cross, Suburbia, Always on mind). So richtig ging die Stimmung im Tempodrom bei Love etc. ab, aber es wurde auch bei den besten Balladen der Herren Tennant und Lowe gemütlich. Do I have to, Kings cross und Jealousy sind die beste ruhigen Stücke, die es überhaupt gibt. Zum Schluss gab Neil noch den König zum Viva la vida von Coldplay und das Sahnestück It's a sin wieder als schnellere Version als beim letzten Mal. Und um dies noch zu toppen als Zugaben Being boring und West end girls.

    Das einzige Manko war der schlechte Sound. Keine Bässe und Zwischentöne kamen an. Vermutlich wäre dann die Stimme nicht zu hören gewesen. Aber Titelauswahl, Bühnenshow und Sänger und Tänzer machten dies zu einem wundervollen Konzert.

     

    Setlist:

    1. More than a dream - intro

    2. Heart

    3. Did you see me coming?

    4. Pandemonium / Can you forgive her?

    5. Love comes quickly

    6. Love etc.

    7. Building a wall / Integral

    8. Go west / Paninaro

    9. Two divided by zero

    10. Why don't we live together?

    11. Always on my mind / Closer to heaven

    12. Left to my own devices

    13. Do I have to

    14. King's cross

    15. The way it used to be

    16. Jealousy

    17. Suburbia

    18. All over the world

    19. Se a vida e / Discoteca

    20. Viva la vida (Coldplay Cover) / Domino dancing

    21. It's a sin

    ..........................................................................

    22. Being boring

    23. West end girls

     

    Das Londoner Konzert ist auf DVD erhältlich.

    12.06.09

    Morrissey

    Berlin Columbiahalle

    52,50 €

     

     

    Tour of Refusal 2009

    "Maybe, after all, I'm a german."

    Vorprogramm: Doll & the Kicks

     

    Von meinem alten Kumpel Heiko Krohn Ende der 80er mit den Smiths und Morrissey angesteckt, war es langsam überfällig, dem Altmeister des Britpop die Ehre zu erweisen. Was natürlich nicht heißen soll, dass sich Morrissey zwischendurch auf die faule Haut gelegt hat. Denn er hat weiterhin seitdem neue Alben veröffentlicht. Mit dem 2004er Album You are the quarry feierte er den Wiederkehr. Auch in 2009 gab es ein Years of refusal ebenfalls ein neues Album mit Tour.

    Nun zum Konzert, wieder mal in der guten alten Columbiahalle. Zeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze. So konnten wir oben ganz vorn die Veranstaltung verfolgen. Denn bei Morrissey zieht es die richtigen Fans unten vorn an die Bühne. Die Vorband Doll & the Kicks machten dort weiter, wo sich No Doubt vor zig Jahren erfolglos trennten. Dann wurde wir noch mit etwas Klassik, Ausschnitten von Musikaufnahmen aus dem Fernsehen der 50er Jahre und dem Lighten up Morrissey von den Sparks gequält, bis der Vorhang fiel und der Meister in Jeans und dunklem Hemd mit seinen fantastisch agierenden Musikern die Bühne in Jeans und hellem Hemden betrat. Das Konzert begann laut und schnell mit dem This charming man aus alten Smith-Zeiten und es blieb die ganze Zeit laut und schnell. Weiter mit Billy Budd aus den 90er und dem neuen Black cloud. Der ganze Abend war eine Mischung aus altem (Ask, Girlfriend in a coma, Some girls are bigger than other) und neuem (How can anybody ..., I'm throwing my arms around Paris, I'm ok by myself - mit einem genialen Bass zum Schluss). Die Band spielte hervorragend, mal alle nur mit Gitarre, mal mit Kontrabass, Posaune, Klarinette und der Schlagzeuger hatte ein ordentliches Blech hinter sich zum drauf schlagen und eine Riesentrommel zum Donnern un dkonzentrierte sich auf das Musikalische und nicht das Posen. Die Fans ließen sich auf die Bühne tragen, um ihren Star zu umarmen. Dieser ließ sie auch Fragen stellen und warf sein Hemd Nr. 2 in die Massen. Am überzeugendsten war diese absolute Überstimmung von Stimme und Musik, wie es nur ganz wenige Musiker können. Der Höhepunkt war mit Irish blood, english heart erreicht, bei dem die Halle kochte.

    Mit dem Einstimmen des Cabaret gab es die einzige Zugabe First of the gang to die. Danach wurde die Halle samt Publikum geräumt. Im Übrigen war Heiko Krohn auch bei dem Konzert. Wie vermutlich bei allen anderen.

     

    Setlist:

    1. This charming man

    2. Billy Budd

    3. Black cloud

    4. Ask

    5. When I last spoke to Carol

    6. How can anybody possibly know how I feel?

    7. How soon is now?

    8. I'm throwing my arms around Paris

    9. The world is full of crashing bores

    10. Girlfriend in a coma

    11. Why don't you find out for yourself

    12. Seasick, yet still docked

    13. Some girls are bigger than others

    14. One day goodbye will be farewell

    15. I keep mine hidden

    16. Irish blood, english heart

    17. Let me kiss you

    18. The loop

    19. I'm ok by myself

    ................................................

    20. First of the gang to die

     

    Einzelne Videos auf You Tube

    10.06.09

    Depeche Mode

    Berlin Olympiastadion

    70,30 €

     

     

    Tour of the Universe 2009

    Vorprogramm: M83 und Polarkreis 18

     

    Wenn die Lieblingsband kommt, kann man auch mal feste Prinzipien über Bord werfen. Zum Beispiel nicht noch mal in das Olympiastadion zum Konzert zu gehen oder Stehplätze zu buchen. Und dann noch vier Stunden vor Konzertbeginn schon am Eingang zu stehen, um dann weit vorn an der Bühne zu stehen. Damit ist leider das Risiko der schlechten Getränkever- und -entsorgung verbunden. Einmal weg, kommt man nur noch schlecht an den Platz wieder zurück.

    Aber alles von Anfang an. Ende 2008 wurde das neue Album "Sounds of the Universe" und die dazugehörige Tour angekündigt. Somit lagen die Tickets bereits 2008 auf dem Weihnachtstisch. Das beste am Album waren die erste Single Wrong und, dass es wieder etwas neues von DM gab. Um kurz vor 17 Uhr standen wir an den Einlassboxen des Olympiastadions, kamen gleich mit Öffnung um fünf rein und standen in der zweiten Reihe vor dem Absperrgitter vor der Bühne. Vor uns der estonische DM-Fanklub, neben uns die Kollegen aus Polen und dahinter die aus Sachsen. Bis es los ging, hieß es einmal vier Stunden warten. 18:30 Uhr begann die mit M83 die erste Vorband mit elektronischen Klängen zu Gitarre und Schlagzeug und waren einigermaßen erträglich. 19:30 Uhr gab Polarkreis 18 ihr Stelldichein und versuchten mit wilden Rumgehopse zu unmelodiösen Klänge das Publikum zu begeistern. Wenigstens doch einmal richtig beklatscht werden, wollten sie. An dieser stelle sei erwähnt, dass das DM-Publikum mit den Jahren schon gnädiger geworden ist. Vor zehn Jahren wären Polarkreis 18 nach wenigen Minuten aus dem Stadion gepfiffen worden.

    Anschließend wieder Umbauarbeiten und 21 Uhr ging es mit dem Intro vom neun Album los. Das Stadion inzwischen restlos voll mit 70.000 Zuschauern (das sin übrigens bei 70 € Eintritt Einnahmen in Höhe von 5 Mio. € :-). Die Videowände links und rechts und auch mitten auf der Bühne gingen an. Und zu dem Opener In Chains legte Dave nach seiner Krebs-OP wieder mit richtig starker Stimme los. Anschließend ging noch mit Wrong zum ersten Mal im Stadion richtig die Post ab, was sich danach bis zum Schluss nicht mehr änderte. Dann Hole to feed von neuen Album und mit Walking in my shoes ging es gleich weiter, bei dem das Publikum den Refrain übernahm. Zu It's no good begann Dave etwas zu früh, aber so konnten wir die erste Strophe zweimal hören. Für einen alten Fan waren A question of time, Precious und insbesondere Fly on the windscreen die Mitsingkracher schlecht hin. Dann machte Dave mal eine Pause und Martin war dran. Jezebel klang schon sehr schön, jedoch bei A question of lust nur von Peter Gordeno am Keyboard begleitet, ging die Gänsehaut durch's Stadion und alle sangen aus voller Kehle mit. Nach den neuen Come Back und Peace ging es Schlag auf Schlag mit alten unvergesslichen Hits zum Höhepunkt. In your room und Policy of truth durften nicht fehlen und bei Enjoy the silence war wieder das komplette Station sangesmäßig dabei, während bekannte drei Herren in Raumanzügen über die Leinwände liefen. Fletch machte auch den ganzen Abend einen guten Eindruck und hüpfte mal, auch wenn er doch nicht wirklich am Keyboard spielte. Zum Schluss des Hauptteils gab es über hunderttausend Arme, die zum Refrain von Never let me down wedelten: See the stars, there shining bright, everything's alright tonight.

    Nach einer kurzen Pause kamen die ersten drei Zugaben. Mit Stripped, dem selten gespielten, aber meinem ersten persönlichen richtigen DM-Kracher Master and servant und Strangelove, bei dessen Video es etwas stiller wurde, da die Aufmerksamkeit zwei jungen Damen auf der Leinwand beim Liebesspiel gewidmet wurde, war das Konzert auf dem Höhepunkt angekommen. Die nächste Zugabe ließ die Massen wieder Reach out and touch Dave schreien und wie schon bei der letzten Tour endete das Konzert mit einem ruhigen Nach-Hause-Gehen-Lied. Martin und Dave ging beide noch mal nach vorn und sangen im Rund des Olympiastadions die Ballade Waiting for the night. Danach war Schluss und wir gingen zufrieden und fertig zur S-Bahn.

     

    Setlist:

    1. In chains

    2. Wrong

    3. Hole to feed

    4. Walking in my shoes

    5. It's no good

    6. A question of time

    7. Precious 

    8. Fly on the windscreen

    9. Jezebel

    10. A question of lust

    11. Come back

    12. Peace

    13. In your room

    14. I feel you 

    15. Policy of truth

    16. Enjoy the silence

    17. Never let me down again 

    ...............................................................

    18. Stripped

    19. Master and servant

    20. Strangelove

    ...............................................................

    21. Personal Jesus

    22. Waiting for the night

     

    Einzelne Videos auf You Tube

    11.12.08

    Elton John

    Berlin O2 World

    90,80 €

     

    Red Piano Tour 2008

    Vorprogramm: Jamie Lidell

     

    Setlist:

    1. Bennie and the jets

    2. Philadelphia freedom

    3. Believe

    4. Daniel

    5. Rocket man

    6. I guess that's why they call it the blues

    7. Someone saved my life tonight

    8. Goodbye yellow brick road

    9. Sorry seems to be the hardest word

    10. Tiny dancer

    11. Don't let the sun go down on me

    12. Candle in the wind

    ............................................................

    13. Pinball wizard

    14. The bitch is back

    15. I'm still standing

    16. Saturday night's alright for fighting
    ............................................................

    17. Your song

    8.11.08

    Klee

    Berlin Postbahnhof

    19,60 €

     

    Berge versetzen Tour 2008

     

    Seit dem ersten Bundesvision Songcontest ist Klee über die Grenzen von Köln bekannt geworden. Mit dem neuen Album Berge versetzen wurde es nun auch Zeit für ein Live-Ständchen mit Suzie und ihren Jungs. Das Abschlusskonzert ihrer Tour führte Klee nach Berlin in den gemütlichen Postbahnhof.

    Drei Minuten vor Beginn waren wir pünktlich eingetroffen. Das Licht ging aus, der Vorhang fiel und wir wurden mit Somebody von Depeche Mode eingestimmt. Danach kam die Band und begann etwas ruhiger mit Wie weit aus dem neuen Album. Zwischen jedem Stück gab es von Suzie nette und nachdenkliche Worte wie "Wir haben zwar nicht auf alles eine Antwort, aber dafür Zwei Fragen für euch" oder die zum ersten Mal in deutsch gehörte Aufforderung "Ihr dürft euch auch küssen". Es war ein gut abgestimmte Mischung zwischen klassischem Pop (7 Schritte, Für alle die, Die Königin und Lichtstrahl), Melancholie (Wie weit, Weine nicht) und Gitarrenpop (2 Fragen, Tausendfach und Zwischen Glauben und Vertrauen) inklusive ihrer Hits (Erinner dich, Gold und Die Stadt) an das wir uns noch lange gern zurück erinnern werden.

     

    Setlist:

    1. Wie weit

    2. Unverwundbar

    3. 2 Fragen

    4. Zwischen Glauben und Vertrauen

    5. Offene Wunden

    6. Judy Garland

    7. Weil es Liebe ist

    8. 7 Schritte

    9. Ich lass ein Licht an für dich

    10. Berge versetzen

    11. Du und ich

    12. Für alle, die

    13. Tausendfach

    14. Standard kompakt

    15. Die Königin

    16. Zwei Herzen

    17. Lichtstrahl

    ............................................

    18. Erinner dich

    19. Nicht immer aber jetzt

    20. Gold

    ............................................

    21. Die Stadt

    22. Wunschfrei

    23. Wie das Wetter

    29.8.08

    And One

    Berlin Zitadelle

    27,75 €

     

     

    Zita Pop Festival 2008

     

    Das ging in dieser Woche Schlag auf Schlag. Noch nicht richtig von Madonna erholt, ging es zu And One und Camouflage in die Zitadelle. Daniel hatte eine Wette verloren und der Einsatz war das Ticket für's nächste Konzert mit Steve und Co. Und dies ließ mit dem Zita-Pop-Festival nicht lange auf sich warten. Die Bands Psyche und Mesh mussten am frühen Nachmittag auf uns verzichten, aber die Heros deutscher elektronischer Musik der 90er Jahre, Camouflage, durften sich noch feiern lassen.

    Rechtzeitig zu The great commandment kamen wir in Spandau an und konnten uns die besten Stücke von vorgestern (Suspicious love und Love is shield) und gestern (Motif sky) bei Bier und Bratwurst zu Gemüte führen. Die Stimmung war gut, aber nicht überschwenglich.

    Nach kurzem Umbau wurden dann um 20:45 Uhr Lautstärke und Sound so richtig aufgedreht, der treibende Beat des immer noch wohl anzuhörenden DM-Covers Fools schallte los und nach kurzer Versicherung, ob ihn wirklich alle hörten (nicht wie beim Postbahnhof-Konzert), begrüßte Meister Steve Naghavi in bester Laune und Form das Publikum. Das Publikum ging bei herrlichstem Abendwetter zu diesem Open Air vom ersten bis zum letzten Lied voll mit. Steve erkundigte sich, ob alle gut gegessen hatten, bei Traumfrau berichtete er von einem Traum über sein Publikum, dass im Traum viel hässlicher als in Wirklichkeit war und versprach, auf der angekündigten Tour 2009 sich um jeden einzelnen Fan zu kümmern. Eigentlich bräuchte er das gar nicht, denn die seit etlichen Jahren angekündigte Live-DVD und die mehrfach terminierte, auf unbestimmte Zeit verschobene Live-CD müssten nur mal erscheinen. Stimmungsmäßig ging es nicht besser, was Mr. Naghavi in manch gesangliche Ausflüge trieb (Sometimes, Liebe). Er lobte das treue Berliner Publikum, mit dem er noch 200 Jahre weiter spielen würde, wenn es nicht die Lautstärkebegrenzung gäbe. Im Überschwang wurde gleich die nächste Tour angekündigt, die mit jeweils geschlechtsspezifischen Konzertabenden in jeder Stadt statt finden soll. Die Setlist gab alles her, was ein gutes And-One-Konzert ausmacht, mit den üblichen DM-Einspielungen "und jetzt kommt wieder der olle And-One-Song, Sieger erste Wahl ..." und  Verabschiedungen bereits nach dem zehnten Lied (funktioniert immer wieder). Fehlt noch was? Der treue Chris und auch Gio waren wieder dabei. Chris brüllte mehr oder weniger rum, wobei mit etwas mehr Gesang sich  "die anderen sind nur im Fernsehapparat" viel besser anhört. Sei es drum, hier zählt in erster Linie die Musik, und die war mit den Versionen der älteren Stücke wie Sometimes, Techno man und Deutschmaschine und den neueren Stand the pain und Schwarz einfach klasse.

     

    Setlist:

    1. Fools

    2. Body company

    3. High

    4. Sometimes

    5. But not tonight

    6. Recover you

    7. Wasted / Personal Jesus

    8. Stand the pain

    9. Timekiller

    10. Für

    11. It’s a sin

    12. Enjoy the unknown

    13. Schwarz

    14. Traumfrau

    15. Deutschmaschine

    16. Steine sind Steine

    17. Fernsehapparat

    18. Sternradio / Photographic

    19. Get you closer

    20. Speicherbar / Fly on the windscreen

     

    Zugaben:

    21. Techno man

    22. Military fashion show

    21. Body nerv

    22. So klingt Liebe

     

    Einzelne Videos auf You Tube

    28.8.08

    Madonna

    Berlin Olympiastadion

    97,75 €

     

    Sticky & Sweet Tour 2008

    Vorprogramm: Robyn

     

    Durch das hervorragende Konzert auf der letzten Tour und einem Preis unter 100 € ließen wir uns auf ein zweites Mal auf Madonna und ein zweites Konzert überhaupt im Olympiastadion ein. Wir überlegten noch, was schlimmer ist, Stehplatz und nichts sehen oder Sitzplatz und ein bisschen sehen, wenig Stimmung und wenig hören. Wir entschieden uns auf Sitzplatz. Mit 20.000 freien von insgesamt 70.000 Plätzen war das Stadion recht mäßig gefüllt. Die Vorband Robyn aus Schweden war recht anstrengend und so lagen in unsere ganze Hoffnung des Abends auf einer 50jährigen. Angeblich ist sie mit mehreren Fliegern angereist, um Crew und Ausstattung zu transportieren. Kurz nach 21 Uhr ging es dann auf der mit einem riesigen M und zwei Videowänden ausgestatteten Bühne los. Madonna eröffnete nach dem Tick-tack auf einem Thron zwischen ihren perfekt funktionierenden Tänzern und startete mit Candy Shop. Ihre Gesangpartner wie Kanye West beim zweiten Stück The beat goes oder Justin Timberlake und Timbaland bei 4 minutes wurden auf den Videowänden der Bühne eingespielt. Die Party ging im Oldtimer weiter. Beim folgenden Vogue zeigte sich, was sich am gesamten Abend fortsetzte, dass die Sounds stark zum Original verändert und teilweise sehr schön (Into the groove in einem Boxring) oder aber auch gewöhnungsbedürftig (Vogue, Music und Like a prayer) rüber kamen. Mit La isla bonita wurde es mit flotten Geigern etwas folkloristischer (Lela Lela Lela, Lela Pala Tute) aber auch dieses Lied war wie schon Like a prayer viel schneller als das Original. Die Zwischenpausen zum Umziehen wurden wieder mit Videos überbrückt wie Here comes the rain again von den Eurythmics oder simple politische Botschaften (Gandhi + Kennedy + Obama = gut, McCain + Mugabe + Hitler = böse). Das Highlight aus meiner Sicht kam fast zum Schluss mit der gitarrespielenden Madonna zu Ray of light und dem anschließenden Hung up. Am Ende gab es das einzige "gute" Lied des neuen Albums Give it 2 me, mit dem auf die Minute genau nach zwei Stunden Madonna flott tanzend und alle beschwingt nach Hause gingen.

     

    Fazit 1: Wenn man auf einem super Konzert bei einem Künstler war, sollte man in Erinnerung an dieses Konzert nicht noch zu einem weiteren gehen. (Ausnahme: Dies gilt nicht nach fünf super Konzerten des gleichen Künstler. Da weiß man, was einem erwartet).

     

    Fazit 2: Gehe nicht in das Berliner Olympiastadion auf einem Sitzplatz zu einem Konzert, weil man nichts sieht und der Sound grauenhaft ist (Das gilt auch für ein Fußballspiel, nur ist dort die Spielweise von Hertha grauenhaft :-)

     

    Fazit 3: Gehe niemals überhaupt zu einem Popkonzert mit Sitzplätzen, weil dort keine Stimmung aufkommt (Ausnahme: Konzert von Massive Attack).

     

    Setlist:

    1.  Intro / Candy Shop

    2.  Beat goes on

    3.  Human nature

    4.  Vogue

    5.  Video Interlude

    6.  Into the groove

    7.  Heartbeat

    8.  Borderline

    9.  She´s not me

    10. Music

    11. Video Interlude

    12. Devil wouldn´t recognise you

    13. Spanish lesson

    14. Miles away

    15. La Isla bonita/Lela Pala Tute

    16. Zwischenspiel/Rumänischer Folk

    17. You must love me

    18. Video Interlude

    19. 4 Minutes

    20. Like a prayer

    21. Ray of light

    22. Hung up

    23. Give it to me

     

    Konzert auf DVD

    22.6.08

    Kylie

    Berlin Velodrom

    71,15 €

     

    KylieX2008

    Es war schon seit langer Zeit klar, dass es irgendwann einmal auch zu Kylie gehen musste. Die Karte wurde schon kurz vor Weihnachten gekauft und auch  die Radsporthalle mehr oder weniger akzeptiert. Ein wenig Hoffnung strahlte Cousin Ulli aus, als er noch vorher sagte, der schlechte Sound liegt nicht an der Halle, sondern an dem Menschen hinter den Reglern. Vor Beginn ergab sich noch ein kurzes Pläuschchen mit Rick und Danilo. Dann ging es auch schon kurz nach acht mit einem Augen und Ohren-Schmaus vom allerfeinsten los. Kylie entstieg beim Einheizer Speakerphone einer großen Qualle. Das Abendprogramm war in mehrere Themen aufgeteilt (Elektro, Cheerleaders, Besonderes, Strandparty, Matrosenbräute, Sternennacht und schwarz/weiß). Jedes Mal andere Kostüme und anderes Bühnenbild. Die Stimmung stieg immer mehr bis zum discotalen Höhepunkt der letzten Jahre Your disco needs you im barocken Schloss mit deutschem Teil: Du bist niemals allein ... deine Disco braucht dich. Als Zugabe noch Kylies zweiter Hit I should be so lucky und auch die müden 80er Jahre-Fans feierten mit. Mit der riesen Stimme, perfekten Show und warmherzigen Ausstrahlung ist Kylie die absolute Nr. 1 unter dem Pophimmel.

     

    Setlist:

    Act 1: Xlectro Static

    1. Speakerphone

    2. Can't get you out of my head (Greg Kurstin remix)

    3. Ruffle my feathers

    4. In your eyes

     

    Act 2: Cheer Squad

    5. Heart beat rock

    6. Wow

    7. Shocked (DNA Mix)

     

    Act 3: Beach Party

    8. Loveboat (from Light Years)

    9. Copacabana

    10. Spinning around

     

    Act 4: Xposed

    11. Like a Drug

    12. Slow

    13. 2 hearts

     

    Act 5: Naughty Manga Girl

    14. Sometime Samurai (Video)

    15. Come into my world (Fischerspooner mix)

    16. Nu-di-ty

    17. Sensitized

     

    Act 6: Starry Nights

    18. Flower

    19. I believe in you (ballad version)

     

    Act 7: Black Versus White

    20. On a night like this

    21. Your disco needs you

    22. Kids

    23. Step back in time

    24. In my arms

    ...................................................................................

    25. No more rain

    26. Love at first sight (Ruff and Jam u.s. remix)

    27. I should be so lucky

    28. All I see (acoustic version)

     

    Londoner Konzert auf DVD

    18.04.08

    And One

    Berlin Columbiahalle

    21,75 EUR

     

     

     

    Bodypop Coverlover Supershow

    Vorprogramm: Alexander Markus und Steinkind

     

    Für ein And One-Konzert braucht man zwei Dinge: Starke Nerve für die Vorband und Platz zum tanzen. Früher war noch als dritter Punkt eine Eintrittskarte erforderlich, aber die gab es diesmal auch noch an der Abendskasse. Nachdem die mehrfach angekündigte Cover-EP nicht erschienen ist, gab es wenigstens eine Tour. Anstatt der sonstigen Covereinlagen sollte es diesmal ein komplettes Coverkonzert werden. Seit langem mal wieder nicht ausverkauft, gab es noch Plätze mit guter Aussicht in der zweiten Reihe des Balkons. Als Anheizer kündigten sich Alexander Markus mit einem Mix aus Elektro und Folklore (Trash hoch zehn) und die Leipziger Steinkinder an, die sich auf ein Lied im Stile von Take some more spezialisiert haben. Und dann gings auch schon los. Nach den ersten Tönen von A-ha's The sun always shines on TV fiel der Vorhang und es begann wieder ein Abend feinster Naghavischer Unterhaltung. Alles tanzbar (naja fast alles) und wieder eine Mischung aus gute Laune, Publikumverarschung, alte und neue Coverversionen und ganz ganz feine And One-Live-Versionen von Sometimes, Traumfrau und Stand the pain. Danke Steve! Dann die Vorankündigung auf ein Open Air im August in Berlin und Zugaben ohne Ende. Am besten liefen jedoch die And One-Stücke selbst. Insgesamt ein sehr unterhaltsamer und kurzweiliger Abend. Two sounds are better than one ... 1, 2, 3!

     

     

    Setlist:

    1. The sun always shines on TV (A-ha)

    2. I can't stand the pain

    3. Fools (Depeche Mode)

    4. Recover you

    5. It's a sin (Pet Shop Boys)

    6. High

    7. Big in Japan (Alphaville)

    8. Timekiller (Project Pitchfork)

    9. Sometimes

    10. Our house (Madness)

    11. The walk (The Cure)

    12. True faith (New Order)

    13. Traumfrau

    14. But not tonight (Depeche Mode)

    15. Get you closer

    16. Only you (Yazoo)

    17. A little respect (Erasure)

    18. The great commandment (Camouflage)

    19. Enjoy the unknown

    20. Blue monday (New Order)

    21. Für

    22. Smalltown boy (Bronski Beat)

    23. So klingt Liebe

    .................................................................

    24. Military fashion show

    25. Sometimes (Erasure)

    26. Schmerzengel

    27. Techno man

    28. Rebel yell (Billy Idol)

    29. Klaus

    30. Pimmelmann

     

    Einzelne Stücke auch auf der Live DVD

    18.06.07

    Rosenstolz

    Berlin Columbiahalle

    34 Euro

     

     

    Das große Leben geht weiter Tour

    Vorprogramm: Ich und Ich

     

    Mit dem großen Leben ging ja der Vormarsch von Rosenstolz in das letzte deutsche Wohnzimmer weiter. Weil es ein neues Album noch nicht gab, sagten sich Anna, Peter, Anne, Lorenzo und die anderen, na gut, dann geht eben die Tour aus dem letzten Jahr weiter. Die diesjährige Tour stand ganz im Rahmen der Spendensammlung für die Berliner Aids-Stiftung. Dafür wurde ein einziges Konzert in einer Halle durchgeführt, bei dem auch noch sämtliche Einnahmen gespendet wurden. Und da dies in der Berliner Columbiahalle war, waren wir dabei. Erstmalig im Leben stellten sich alle in einer Schlange vor der Halle (na gut, fast alle :-) und als Vorband sorgte Adel Tawil als halbes Ich und Ich und Band mit Stücken wie Dienen, Vom selben Stern und Du erinnerst dich an Liebe für einen super Auftakt.

    Neben den offiziellen Peinlichkeiten mit Klaus Wowereit sorgten Anna und Peter wieder für einen abwechslungsreichen Abend, bei dem wieder jedes Lied mitgesungen wurde (ok, die meisten um uns herum kannten die Texte nicht) und sehr zur Freude der Band begann das Publikum nicht erst hinterher die Lieder anzustimmen, sondern bereits vor dem Konzert ein Lied zu singen. So richtig freut man sich ja als Konzertbesucher über die selten gespielten Stücke und davon gab es diesmal das Kassengift, Die Liebe ist tot und Wenn du jetzt aufgibst. Ganz zum Schluss kamen natürlich die Dauerbrenner Nur einmal noch, Schlampenfieber und Lachen. Mit der guten Mischung der Lieder, der tollen Stimme von Anna und den rauschenden Fans war es wieder mal ein wundervoller Musikabend.

     

    Setlist:

    1. Ich geh in Flammen auf

    2. Nichts von alledem (tut mir leid)

    3. Kassengift

    4. Es tut immer noch weh

    5. Blaue Flecken

    6. Ich komm an dir nicht weiter

    7. Wunder für mich

    8. Willkommen

    9. Die Liebe ist tot

    10. Aus Liebe wollt ich alles wissen

    11. Sternraketen

    12. Wenn du jetzt aufgibst

    13. Liebe ist alles

    14. Die Zigarette danach

    15. Königin

    16. Soubrette werd ich nie

    17. Bist Du dabei

    18. Der Moment

    19. Ich bin Ich
    ..................................................

    20. Nur einmal noch

    21. Schlampenfieber

    22. Auch im Regen

    ..................................................

    23. Die Schlampen sind müde

    24. Lachen

    07.05.07

    Pet Shop Boys

    Berlin, Tempodrom

    49 EUR

     

     

    An evening of electronic entertainment

     

    Nach langer Zeit kamen die Pet Shop Boys wieder im Rahmen einer richtigen Konzerttournee nach Berlin. Alter und Kleidung des Publikums deuteten auf einen 80er Jahre-Musikabend hin. Nach der Arbeit ab ins Tempodrom, schnell noch hinter Oliver Kalkofe angestellt und ein Schnitzelbrötchen verspeist und dann ging es auf die Sitzplätze. Leider blieben wir da auch bis fast zum Schluss, denn es ist irgendwie ziemlich unangenehm, wenn man als einziger steht und die anderen sitzen alle wie im Kino rum. Vorweg lief etwas Diskomusik vom Band und kamen die beiden Tänzer und die beiden Sänger in Neil-Tennant- und Chris-Lowe-Klamotten und kurz danach die Könige der Popmusik selbst. Neil versprach einen Abend der elektronischen Unterhaltung und vorab kann man schon sagen, sie hielten auch das Versprechen. Es begann gleich recht flott mit den bekanntesten 80er- und 90er Jahre-Stücken, aber auch neues kam nicht zu kurz. Die Tänzer waren recht flott und die Backgroundsänger ergänzten gut die Performance. Bei Dreaming of the queen wurde der Tod von Diana noch einmal als Zeichen der kollektiven britischen Trauer verarbeitet.

    Für den Fan gepflegter Popmusik wurden Paninaro, Flamboyant und der Remix-Klassiker Where the streets have no name/Can't take my eyes off you aufgeboten. Ganz zum Schluss gab es noch für den letzten 80er/90er-Jahre Fan mit Go west unverzichtbare Massenware. Insgesamt war es sehr schön.

     

    Setlist:

    1. Left to my own devices

    2. I'm with stupid

    3. Suburbia

    4. Can you forgive her?

    5. Minimal

    6. Shopping

    7. Rent

    8. Dreaming of the queen

    9. Heart

    10. Opportunities (Let's make lots of money)

    11. Integral

    12. Paninaro

    13. Metamorphosis

    14. Se a vida é

    15. Domino dancing

    16. Flamboyant

    17. Always on my mind

    18. Where the streets have no name/Can't take my eyes off you

    19. West end girls

    20. The Sodom and Gomorrah show

    ..........................................

    21. So hard

    22. It's a sin

    23. Go west

    24. Outtro (Shopping/I'm with stupid/We're the Pet Shop Boys)

    28.10.06

    And One

    Berlin, Columbiahalle

     

     

    The Bodypop Fulltime-Show 2006

    Vorprogramm: Obscenity Trial und Spetsnaz

     

    In diesem Jahr waren wir bereits auf der Orkus-Club-Tour bei And One. Deshalb stellte sich uns ziemlich lange die Frage, ob wir noch ein zweites Mal im gleichen Jahr hingehen sollten. Es war aber das neue Album Bodypop, das uns doch für den Konzertbesuch entscheiden ließ. Da es das Eröffnungskonzert der Tournee war, war die Setlist ein großes Geheimnis und voller Überraschungen. Also sind wir Punkt 19 Uhr an der Columbiahalle gewesen, um einen Platz im Rang ganz vorn zu bekommen. Das klappte ganz gut. Halb neun traten die beiden Herren von Obscenity Trial als erste Vorband den nochmaligen Beweis an, warum die Blind Passengers mit ihrer Musik erfolglos blieben. Einzig die Coverversion zu Seven nation army von den White Stripes war etwas hörenswert, aber sonst keine Show, nichts. Nach einer knappen halben Stunde war dann die zweite Vorband am Zuge. Die beiden Herren von Spetsnaz aus Schweden legten einen Gang mehr ein und waren etwas lockerer. An ihnen konnte man die musikalische Entwicklung der letzten Jahren erkennen. Früher wurde mal das Schlagzeug vom Band nachgelegt, nun kam alles vom Pocket PC außer dem Schlagzeug. Gegen neun war dann auch Schluss. Auf der Bühne stand bereits in den großen Buchstaben der 04er Tour AND ONE, diesmal nur in orange anstatt gelb. 21:15 wurde das Licht im Saal ausgeschalten und die "Barkeeper" Gio van Oli und Chris Ruiz betraten die Bühne und nahmen hinter ihren Tresen, die mit Laptops ausgestattet waren, Platz. Zu den Tönen von Dein Ende betrat der Meister Steve Naghavi selbst die Bühne, verbeugte sich und begann mit Stand the pain die größte And One-Party aller Zeiten einzuläuten. Das Publikum ging in der fast vollen Columbiahalle gleich mit. Gleich darauf das neuere Body Company und die erste Überraschung. Steve sang High, dass ursprünglich von Joke Jay gesungen wurde. Weiter ging es mit besten Stück des neuen Albums Traumfrau und ebenso erfreulich Schwarz, das es bisher noch nicht live gab. Sometimes wurde in einer schnelleren Version dargeboten und klang immer noch toll. Mit Metalhammer stieg auch Chris in den Gesang ein (oder besser gesagt, ins Gerufe, da aus ihm wohl kein richtiger Live-Sänger mehr wird.) Die Stimmung kochte jedenfalls über. Anschließend lief Panzermensch und das Uraltstück Exit. Danach Deutschmaschine und mit Consequence of time wieder eine Überraschung. Steve ging dann von der Bühne ein Glas Wasser trinken und Gio probierte sich erstmalig mit einer kurzen Version von Dein Duft im Gesang. Weiter ging's mit den Versionen aus der letzten Tour von Krieger (mit Ausflug zu Sweet dreams) und dem wunderbaren Cure-Cover von The walk. Beim anschließenden Speicherbar meinte Steve, genau mit diesem Lied beginne jetzt das Konzert und kam immer mehr in Fahrt. Also das erste Lied war dann Wasted mit Personal Jesus und es folgten noch Body nerv sowie Fernsehapparat von Chris gebrüllt. Der Hauptteil des Konzerts ging mit dem textlichen Tiefpunkt des Gesamtschaffens von And One Steine sind Steine (nein, nicht Klaus und auch nicht Pimmelmann) - durch Steve und Chris performt - zu Ende. War vielleicht auch ganz gut, an dieser Stelle einen Cut zu machen, da es vor der Tour heftige Diskussion zum Thema "Stolz und Deutschland" im Fanforum gab.

    Zur ersten Zugabe ließen sich die Herren nicht lange bitten und es ging mit Recover you munter weiter. Anschließend folgte ein Medley aus dem "Schlager" So Klingt Liebe, Life isn't easy, Loser, Driving with my darling, Second voice, Movie star und Sweety sweety, wobei beim letzteren Steve nicht mehr ganz textsicher war. War schon ein paar Tage her, dass es mal live gespielt wurde. Die Band machte wieder einen auf Abgang, aber das Publikum blieb, feierte weiter und forderte Zugaben.

    Also kamen sie wieder hoch und machten mit der letzten richtig guten And One-Single Military fashion showGet you closer und natürlich auch Für in einen neuen Version weiter und alles durften noch mal bis drei zählen, denn der Techno man fehlte auch an diesem Abend nicht. Dann wollte immer noch keiner nach Hause und so wurden der Schmerzengel mit leichten textlichen Lücken und aus dem letzten Programm das Sternradio mit dem bekannten Ausflug zu Depeche Modes Photographic (das sie inzwischen auch wieder selbst ins Programm genommen hatten) dargeboten. Nach knapp drei Stunden mit allen And One-Klassikern neigte sich der Abend doch noch zu Ende (Chris machte hinter seiner Bar auch schön ein wenig auf müde). Steve setzte sich noch auf den Bühnenrand und sang in Begleitung des Publikums den Klaus. Mit ein paar Schuldzuweisungen in Richtung Gio und Chris, warum es drei Jahre bis zur eigenen Tournee gedauert hat und der Aufforderung zur "Vermehrung" verließen sie dann endgültig die Bühne. Damit endete das vermutlich längste And One-Konzert aller Zeiten. Negative war außer dem oben erwähnten Punkt ansonsten nur das Licht. Fast alles spielte sich im Dunkeln ab. Und wir gingen heiser vom mitsingen nach Hause.

     

    Setlist:

    1. Dein Ende

    2. Stand the pain

    3. Body company

    4. High

    5. Traumfrau

    6. Schwarz

    7. Sometimes

    8. Metalhammer

    9. Panzermensch

    10. Exit

    11. Deutschmaschine

    12. Consequence of time

    13. Dein Duft

    14. Krieger / Sweet dreams

    15. Enjoy the unknown

    16. The walk

    17. Speicherbar

    18. Wasted / Personal Jesus

    19. Body nerv

    20. Fernsehapparat

    21. Steine sind Steine

    ..........................................

    22. Recover you

    23. Medley: So klingt Liebe, Life isn't easy in Germany, Loser, Driving with my darling, Second voice, Movie star, Sweety sweety

    .........................................

    24. Military fashion show

    25. Get you closer

    26. Für

    27. Techno man

    28. Schmerzengel

    29. Sternradio / Photographic

    30. Klaus (a capella)

     

    Konzert auf der Live DVD

     

     

     

    22.08.06

    Madonna

    Hannover, Niedersachsen-stadion

    140 Euro

     

     

     

    Confessions Tour

    Vorprogramm: Paul Oakenfold

     

    Wieder viel zu lange gearbeitet und deshalb gerade noch so in den ICE nach Hannover gekommen. Wieso kommt eigentlich Madonna nicht nach Berlin, zu mir, wo ich wohne, sondern in ein Fußballstadion der niedersächsischen Landeshauptstadt? Und wieso fährt der letzte Zug nach Berlin schon abends um halb elf zurück. Das waren erst mal die den Beginn des Abends entscheidenden Fragen. Doch wenigstens einmal musste man die Granddame des Pop erleben, denn sie trat bei ihrer Tour nur in Düsseldorf und Hannover auf.

    Mit ihrer Musik und ihrem Image war Madonna - seit Cindy Lauper in Rente ging - immer ton- und taktangebend und allen anderen einen Schritt voraus. Das aktuelle Album Confessions on a dancefloor brachte wieder viel Tanzbares und die beste Abba-Coverversion aller Zeiten mit Hung up hervor.

    In Hannover angekommen, ging es schnell in die Straßenbahn, die dort U-Bahn heißt, zumindest solange sie unten fährt. Noch eine halbe Runde zu Fuß um das Stadion und die reservierten Plätze waren gefunden. Unten bemühte sich DJ Paul Oakenfold um gute Stimmung, die dann in der Pause ihren Höhepunkt doch noch in einer Laola fand. Nach dem Studium der Mieter der VIP-Logen im Stadion ging es bald los. Das Alter des Publikums lag in der Nähe des Eintrittspreises und die Stimmung verhielt sich genau umgekehrt entsprechend.

    Eine riesige Discokugel wurde auf die Spitze des ca. 50 m langen Laufstegs vor der Bühne herunter gelassen und auf den beiden Leinwänden neben der Bühne rannten die Pferde. Zu den Takten von Future Lovers öffnete sich die Kugel und Reitlehrerin Madonna entstieg dieser und versuchte ihre tanzenden Untertanen zu bändigen. Mit einem Ausflug zum Disco-Klassiker I feel love war die Richtung des Abends zum Dancefloor vorgebeben. Gleich mit der letzten Single Get together kam der nächste Discohammer. Zu Like a virgin leistete Madonna auf dem drehenden Pferdesattel einen olympiareife Akrobatiknummer mit Gesang. Ihre Tänzer kamen so richtig bei Jump in Fahrt. Es ging über, durch und unter einem Gerüst auf dem Laufsteg in alle Richtungen mit Salto und Sprüngen. Und Madonna mittendrin. Das ruhigere Live to tell wurde mit Madonna am Kreuz inszeniert. Auf den Videowänden liefen Filme mit allen Ungerechtigkeiten dieser Welt. Im folgenden Forbidden love schlossen sich ein Araber und ein Israeli in die Arme und bei Isaac wurde eine Frau mit Schleier aus einem Käfig befreit. Viel Pathos und gute Musik. Mit Sorry ging es auf dem Dancefloor weiter. Die Fieberkurve stieg weiter an, die Outfits wurden passend zu Stimmung, Hintergrund und Sound gewechselt. Madonna schnallte sich die E-Gitarre um und schrammelte zu I love New York und Ray of light los. Besonders bei letzterem wurde die Perfektion der Inszenierung deutlich. Madonna wurde von einem Lichtermeer bestrahlt, das sie auf den Videowänden wie die Musikkönigin auf dem Olymp erschienen ließ. Die folgenden Stücken wurden wieder etwas besinnlicher, jedoch auf hohem Niveau. Leider mussten wir kurz vor Schluss wieder los, um den letzten ICE Richtung Berlin zu bekommen.

    Für mich war es das am perfektesten inszenierte Konzert überhaupt. Gesang, Outfit, Tanz und Show haben dermaßen miteinander harmoniert, dass nichts dem Zufall überlassen gewesen zu sein schien und sich auch das teuerste Konzert bisher absolut gelohnt hat.

     

    Setlist:

    1. Future lovers/I feel love

    2. Get together

    3. Like a virgin

    4. Jump

    Interlude: Dancers' confessions

    5. Live to tell

    6. Forbidden love

    7. Isaac/Shofar

    8. Sorry

    9. Like it or not

    10. Interlude: Sorry Remix

    11. I love New York

    12. Ray of light

    13. Let it will be

    14. Drowned world/Substitute for love

    15. Paradise (not for me)

    16. Interlude: Disco inferno

    17. Music inferno

    18. Erotica/You thrill me

    19. La isla bonita

    20. Lucky star

    21. Hung up

     

    Londoner Konzert auf DVD

     

     

     

    28.06.06

    Depeche Mode

    Berlin Waldbühne

    61,15 Euro

     

     

    Angel-Tour 06

    Vorprogramm: Booka Shade

    Nach der ausverkauften Hallentour Anfang des Jahres kündigten Depeche Mode eine Fortsetzung im Freien an und wir ärgerten uns immer noch ein wenig, dass wir im Januar in diese blöde Halle gegangen sind. Für Berlin wurde ein Konzert in der Waldbühne im Juli angekündigt, das innerhalb weniger Minuten ausverkauft war. Darauf hin wurde ein zweites und ein drittes angesetzt. Als Vorband wurde Goldfrapp angekündet. Sommer, Waldbühne und Vorband sprachen deshalb schon vorab dafür, die Tour ein zweites Mal zu besuchen. Hinzu kam, dass schon der auf MTV übertragene Auftritt bei Rock am Ring zeigte, dass Depeche Mode die Setlist ordentlich umstellte. Vom neuen Album standen nur die 4 Singleauskopplungen und das im typischen DM-Stil intonierte Nothing's impossible auf dem Programm. Ebenfalls wurden die Feten-/Kneipenhits Just can't get enough und Everything counts gegen ältere Unikate getauscht.

    Eine viertel Stunde vor Konzertbeginn waren wir an der Waldbühne. Der seit Tagen angekündigte Regen lies zum Glück auch an diesem Abend auf sich warten, nach einer Minute "anstehen" waren wir drin und nahmen in der oberen Hälfte Platz. Das "schnell noch ne Wurst holen", dauerte ne viertel Stunde, so dass die Vorband Punkt sieben begann und nicht wartete, bis ich wieder an meinem Platz war. Was da das weite Rund der Waldbühne bis an mein Ohr erklomm, war leider nicht die liebliche Stimme von Alison Goldfrapp, sondern zwei junge Männer mit Keyboard, Laptop und Minischlagzeug. Die halbe Stunde Enttäuschung wurde gut überbrückt. Dann dauerte es noch mal bis kurz nach der Tagesschau.

    Das Intro kam und mit ihm Dave, Martin, Fletch, Christian Eigner und Peter Gordeno auf die Bühne. Es ging gleich ordentlich mit The pain that I'm used to und A question of time zur Sache. Dave und Martin sahen zwar nach langer Tourzeit etwas fertig aus, aber machten ihre Sache sehr ordentlich. Martin hüpfte zwischendurch mit Gitarre rum und hielt sich mit Backgroundgesang im Hintergrund, was gegenüber früheren Konzerten sehr wohltuend war.

    Die Stimmung in unserem Block war sehr lau. Die Leute hinter uns beschwerten sich, dass sie nichts mehr sahen, weil wir aufgestanden waren und ansonsten ringsherum mehr Hawaiihemden als dressed in black. Vorn wurde mehr mitgesungen (die Refrains von A question of time, Stripped und Enjoy the silence gingen auch ohne Dave). Die Auswahl der Lieder war einfach hervorragend - besser geht's nicht, kann man sagen. Ich hätte nie geglaubt, jemals mal noch It doesn't matter two (nur mit 2 Gitarren begleitet), Leave in silence (Piano, von Martin gesungen) oder Photographic live zu hören. Aber auch die die soundgewaltigen Stripped und In your room waren ein absolutes Hörvergnügen. Optisch wurde die Band von neben den drei Videowänden auf der Bühne von zwei großen Videowänden rechts und links der Bühne unterstützt, die eigentlich für die Übertragungen an den WM-Abenden vorgesehen waren. Auf einer Wand liefen Videosequenzen und auf der anderen war größtenteils die Band zu sehen.

    Mit John the revelator steigerte sich die Stimmung über die Dauerbrenner der letzten 15 Jahre I feel you, Behind the wheel, Personal Jesus und Enjoy the silence. Dann war erst mal Schluss. Nach einer kurzen Pause kamen Martin und Peter wieder auf die Bühne. Martin begann ohne Musik "Oooh woho wohoowo" an zu singen. Leave in silence in Akustik. Wahnsinn. Vor allem, wenn man als einziger im Umkreis von 10-20-30 m ganz laut mitsingen darf/kann. Martin und ich.

    Danach kam der Rest der Band auf die Bühne und brachte den Elektroknaller schlechthin: Photographic. Das erste Lied von Depeche Mode. Bis jetzt lief das nur noch auf And-One-Konzerten.

    Zum Schluss Never let me down again und alle Arme wehten das Kornfeld durch die volle Waldbühne. Sogar Hawaiihemd neben mir stand auf. Für ihn begann das Konzert, als es für alle anderen zu Ende war. Hinter uns die Leute waren da schon mangels gute Sicht vom Sitzplatz aufgestanden und gegangen. Für uns war dann auch das schönste Depeche-Mode-Konzert eh und je zu Ende. Aber das schreibe ich ja immer.

     

    Setlist:

    1. A pain that I’m used to

    2. A question of time

    3. Suffer Well

    4. Precious

    5. Walking in my shoes

    6. Stripped

    7. Home

    8. It doesn't matter two

    9. In your room

    10. Nothing's impossible

    11. John the revelator

    12. I feel you

    13. Behind the wheel

    14. World in my eyes

    15. Personal Jesus

    16. Enjoy the silence

    ...................................

    17. Leave in silence

    18. Photographic

    19. Never let me down again

     

    Mailänder Konzert auf DVD erhältlich

     

     

     

    12.04.06

    Rosenstolz

    Berlin Columbiahalle

    33 Euro

     

    15 Jahre - Die Tour 2006

     

    Viel zu lange gearbeitet, ging es ziemlich spät und dafür schnell in  Richtung Columbiahalle, die schon so gut wie voll war. Links oben auf dem Rang fanden wir noch ein Plätzchen und brauchten nicht lange zu warten, denn Rosenstolz begannen ohne Vorband pünktlich um 20 Uhr mit dem Video zu "Nichts von alledem". Danach öffnete sich der Vorhang und es begann gleich ganz flott mit Willkommen und Es könnt ein Anfang sein in einer schnellen Version. AnNa wie immer perfekt gekleidet, den ganzen Abend mit wechselnden Hüten und Peter sowieso als Stimmungskanone. Nach dem enttäuschenden Album Das große Leben, welches für alte Rosenstolz-Fans so ziemlich das langweiligste und am wenigsten abwechslungsreichste Album aller Zeiten ist, war die Erwartung an das Eröffnungskonzert doch etwas niedrig. Doch ganz anders das Konzert. Die Stimmung war sofort ganz oben, alle Lieder wurden mitgesungen und Peter zog sich bei der Zigarette danach wieder aus. In der Mitte des Konzerts standen Bonbons aus den 15 Jahren auf dem Programm. Die Tangoversion mit Lorenzo am Saxophon und das auf einem analogen Keyboard gespielte Klaus-Trophobie waren die Höhepunkte des Abends. danach wurde es etwas gemütlicher mit ruhigen Lieder, die Anna eine Etage höher - nur von Peter am Flügel begleitet - sang. An dem Aussetzer zu Ich habe genauso Angst wie du war 100%ig klar, dass sie live spielten. Peters Behauptung, Ein Wunder für mich wäre das zweite Lied, das er singt, stimmt natürlich. Richtig singen kann er gar nicht :-) Schlampenfieber lief wieder in der Megapower-Version, dann Königin und dann Lachen. Das Publikum nutzte die Freizeit nach dem Lied, den Refrain einfach noch mal anzustimmen und noch mal und noch mal. Das war der Punkt, als das Konzert zu einem interaktiven Erlebnis zwischen Band und Publikum wurde. Es schien keiner dabei gewesen zu sein, der die Lieder nicht kannte. Zum Schluss nach 2 Stunden liefen noch die neueren Nichts von alledem tut mir leid und Ich bin ich (wir sind wir).

    Die Zugaben begannen mit den Piano-Versionen von Lass sie reden und Die Schlampen sind müde. Da konnte richtig laut und hörbar mitgesungen werden. Noch zwei neue Stücke und der Klassiker Der Moment und eines schönsten Rosenstolz-Konzerte war vorbei. AnNa und Peter haben wieder einmal bewiesen, dass sie nicht nur wunderschöne Lieder produzieren, sondern auch, dass sie live ungeheuer was drauf haben.

     

    Setlist:

    1. Willkommen

    2. Es könnt ein Anfang sein

    3. Perlentaucher

    4. Ich geh in Flammen auf

    5. Auch im Regen

    6. Die Zigarette danach

    7. Nur einmal noch

    8. Klaus-Trophobie

    9. Wo bist du (Silly-Cover)

    10. Aus Liebe wollt ich alles wissen

    11. Fütter deine Angst

    12. Ich hab genauso Angst wie du

    13. Liebe ist alles

    14. Ein Wunder für mich

    15. Ich bin verändert

    16. Schlampenfieber

    17. Königin

    18. Lachen

    19. Nichts von alledem (tut mir leid)

    20. Ich bin ich (wir sind wir)

    ......................................

    21. Lass sie reden

    22. Die Schlampen sind müde

    23. Anders als geplant

    24. Der Moment

    25. Ich bin verändert

     

    Nachtrag: An diesem Abend wurde nicht nur die Tour in Berlin eröffnet, sondern auch im Studio von Rosenstolz eingebrochen und die Versionen der folgenden Single geklaut.

     

     

     

    09.04.06

    And One

    Berlin Postbahnhof

    31 Euro

     

    Orkus Club Tour

    Vorprogramm: Punish Yourself, Devison Kent,

    Funker Vogt und Zeraphine

    Im Prinzip konnte And One den Abend nur noch durch ein geniales Konzert wieder gut machen, denn drei der vier Vorbands (Punish Yourself - Irokesen meats Prodigy für Arme -, Devision Kent - wir schauen uns nette Filme vom Beamer an und Zeraphine - wie schaffe ich 12 mal das gleiche langweilige Lied zu spielen) waren eine absolute Zumutung für Ohren, Augen und Nerven. Wenigstens Funker Vogt brachten mit guter Stimmung und Selbsthumor die Stimmung zum kochen (Jetzt kommt ein Lied vom gleichen Album - manche sagen auch, es ist das gleiche Lied).

    Und dann, nach 4:10 h langen Wartens nahmen Chriz und Gio um 22:50 Uhr hinter den Keyboards Platz, die Musik setzte ein und Steve mit schickem Anzug, weißem Hemd und roter Chefkrawatte begann mit dem neuen Stück Traumfrau. Das heißt, wir waren nicht sicher, ob er sang oder noch nicht. Nach zwei Zeilen schaltete der Techniker das Mikrofon zu und wir wussten, Steve sang. Wie er über die Panne dachte, konnte jeder an seinem Gesicht ablesen. Dafür war das Lied ziemlich geschmeidig und ein würdiger Nachfolger von Sometimes. Danach ging es munter weiter mit der neuen Single Military fashion show und den "EBM-Versionen" von Für, Metalhammer und Body nerv, die auch schon bei der letzten Tour gespielt wurden. Die Stimmung war gleich von Anfang ganz oben und steigerte sich doch noch von Lied zu Lied. Steve tanzte wie ein junger Gott über die Bühne und riss die Menge mit. Neben den neueren Stücken Body company und Enjoy the unknown (nicht the silence :-) ging es mit den besten Liedern aus der jüngeren Zeit weiter. Chris - warum schreist du so - Ruiz ging voll mit Fernsehapparat auf Touren und ganz zum Schluss gab es bei Sternradio wie beim letzten Mal noch eine Minute Depeche Mode.

    And One ließ sich nicht lange zur Zugabe bitten und legten mit Krieger in einer neuen Version, sowie mit dem obligatorischen Cover, diesmal das geniale The walk von Cure und ganz zum Schluss durften alle noch mal richtig mitgrölen: Two sounds are better than one, 1, 2, 3 do the techno man. Steve bedankte sich im Überschwang bei allen, verkündete noch den Auftritt beim WGT und wies auf die Auskopplung der neuen Single im Mai hin und bis dahin ging es schnurstracks ... nach Hause.

     

    Setlist

    1. Traumfrau

    2. Miltary Fashion Show

    3. Für

    4. Metalhammer

    5. Bodynerv

    6. Speicherbar

    7. Body Company

    8. Enjoy the unknown

    9. Panzermensch

    10. Get you closer

    11. Deutschmaschine

    12. Fernsehapparat

    13. Strafbomber

    14. Sternradio (inkl. Photographic)

    …………………………………..

    15. Krieger (inkl. Sweet dreams)

    16. The walk

    17. Techno man

     

     

     

    18.01.06

    Depeche Mode

    Berlin Velodrom

    56 Euro

     

     

    Angel-Tour 06

    Vorprogramm: The Bravery

     

    Schnell nach der Arbeit ging es los zur Landsberger Allee. Der Andrang vor der Radsporthalle löste sich schneller auf, als es erst danach aussah. Nach dem Einlass hörten wir noch das letzte Lied der Vorband (war das Cure?). Anschließend lief schicker Techno zum Warmwerden. Diese Halle ist ansonsten eine absolute Katastrophe für Konzerte. Das Publikum wird durch die Radrennbahn geteilt und hinter der Bühne ist gähnende Leere mit genug Platz, um die Stimmung aus dem Publikum verhallen zu lassen. 21:02 Uhr begann das Konzert mit den ersten Tönen der aktuelle Single A pain that I’m used to. Daves Stimme war klarer und deutlicher als je zuvor, der beste Dave seit ewig. Vor einer Planetenkugel links neben Dave stand Martin, die Gitarre zum Festhalten umgeschnallt und eine warme Kappe auf dem Kopf, obwohl die Klimaanlage gut funktionierte. Rechts neben Dave verbrachte Fletch hinter einem Keyboard den Abend. In der Mitte waren Schlagzeuger Christian Eigner und der Tourneekeyboarder positioniert; vor uns unten lag die Radrennbahn und darunter der „Kessel“.

    Depeche Mode hatten sich fünf Jahre Zeit gelassen, um wieder gemeinsam auf Tour zu gehen. Die Setlist versprach viele Stücke aus dem neuen Album Playing the angel aber auch die alten Kracher, die auf jedem DM-Konzert zum Selbstläufer für die Band werden. Rechts hinter Fletch waren in zwei Reihen übereinander drei Leinwände angehangen, auf denen abwechselnd die Band aus allen Perspektiven gleichzeitig gezeigt oder Videosequenzen (Walking in my shoes, Enjoy the silence, I feel you) eingespielt wurden.

    Leider wurden die älteren Stücke jeweils in der gleichen Live-Version wie sonst immer gespielt und es auch waren genau die gleichen Stücke, wie auf Daves Solotournee. Dieses Mal war jedoch besonders - von Dave ausgehend  - die Harmonie in der Band zu spüren, wenn er Fletch abklatschte oder vor Martin bei dessen Gesang nieder kniete.  Die Lichteffekte waren gefällig und auf einen Background wurde diesmal verzichtet. Zwischendurch wurde es bei den neueren Liedern etwas ruhiger, was auch an dem Publikum um uns herum zu spüren war, das den ganzen Abend saß und in schwarz höchstens noch wegen der Figur zum Konzert kam. Am Ende drehten alle noch bei den bekanntesten Stücken auf, obwohl bei den ganz alten Liedern irgendwann man mal mit Just can’t get enough und Everything counts Schluss mit lustig sein müsste, denn aus dieser Zeit gab es andere, ausschließlich bessere, wenn auch weniger kommerzielle Titel. In der letzten Zugabe Goodnight lovers sangen Martin und Dave Rücken an Rücken auf dem Laufsteg. Gute Idee, als letztes Lied eine ruhige Nummer. Das beruhigt alle für den Nachhauseweg. Ansonsten war es toll und bedauerlicherweise wurden die Konzerttermine für die Waldbühne im Sommer erst später bekannt gegeben, denn dort war auf den letzten Tourneen eine super Stimmung.

    Aber zweimal geht man ja nicht zur gleichen Tournee, weil dann das besondere, einmalige verloren geht.

    Oder vielleicht doch nicht?

     

    Setlist:

    1. A pain that I’m used to

    2. John the revelator

    3. A question of time

    4. Policy of truth

    5. Precious

    6. Walking in my shoes

    7. Suffer Well

    8. Macro

    9. Home

    10. I want it all

    11. The sinner in me

    12. I feel you

    13. Behind the wheel

    14. World in my eyes

    15. Personal Jesus

    16. Enjoy the silence

    ...................................

    17. Somebody

    18. Just can’t get enough

    19. Everything Counts

    ...................................

    20. Never let me down again

    21. Goodnight Lovers

     

    Mailänder Konzert auf DVD erhältlich

     

     

     

    24.11.05

    Phillip Boa

    and the Voodoo-club

    Berlin Postbahnhof

    24 Euro

    Decadence & Isolation - Tour 05

    "Je größer die Stadt, um so weiter fliegen die Worte weg."

     

    Vergesst alles, was an Indie-Gitarren-Bands in den letzten Jahren zu uns rüber schäumte und im Radio lief, denn hier kommt der Meister selbst, das Original. Mit den Stücken vom neuen Album Decadence and isolation klingt Phillip Boa zeitgemäßer denn je. Der Voodooclub bei einem Großteil der Lieder mit zwei Schlagzeugen ausgerüstet und einer Pia Lund mit einer phantastischen Stimme (Der Himmel), die live nicht anders klingt, als auf den Platten. Das Konzert war eine Mischung aus sechs neuen Titeln und den besten aus der Vergangenheit. Zwischendurch wurde nicht viel geredet, dafür war es laut und melodisch. So wie es laut begann, so endete es mit der Indie-Hymne Kill your ideals.

     

    Setlist:

    1. Annie flies the lovebomber

    2. Dacadence & isolation

    3. Albert the headbanger

    4. 21 years of isolation

    5. Fine art in silver

    6. And when the magic fades

    7. Love on sale

    8. Skull

    9. Have you ever been afraid

    10. Der Himmel

    11. The song of live

    12. I dedicate my soul to you

    13. Femmes fatale

    14. This is Michael

    15. Two white moths and a black cat

    16. Altlantic claire

    17. Burn all the flags

    ....................................................

    18. Rome in the rain

    19. Bells of sweetness

    20. Intrigue & romance

    21. Container love

    ....................................................

    22. And then shie kisses her

    23. Kill your ideals

     

     

     

    26.06.2005

    Rammstein

    Berlin Wuhlheide

    55 Euro

     

    Tour 04/05

    Vorprogramm: Apocalyptica

     

    Nach den letzten beiden guten Singles war seit 8 Jahren mal wieder ein Besuch auf einem Rammstein-Konzert drin. Kurz vor Abfahrt wurde noch schnell die Setliste der letzten „Reise, Reise-Tour“ ausgedruckt, und dann ging es beim herrlichsten Sonnenschein auf in Richtung Wuhlheide. Nach einer halben Stunde Anstehen, wurden die Karten eingescannt und es gab noch reichlich freie Plätze. Vor uns saßen putzelige, gutgelaunte Mitfünfziger aus Hessen mit Schnautzer, Ohrring und Rammstein-Shirts („Suppa Patty hier“), hinter uns zum Glück Berliner, wenn auch kritische. Wir waren auf die Vorband Apocalyptica gespannt, deren Video „Wie weit“ es immerhin aus Stefan Raabs Bundesvision-Contest ins späte Abendprogramm der Musiksender schaffte und schon von der Aufmachung an die Anfangsstücke von Rammstein erinnerte. Kurz nach 7 nahmen die vier Cellisten vor ihren Sargdeckeln Platz und ihr Schlagzeuger legte gleich munter mit "Path 2" los. Wenn man die Augen schloss, hätte man denken, dass dort E-Gitarren spielen, aber was die Herren aus Finnland aus ihren Cellos rausholten, war einfach klasse. Die Stimmung griff sofort auf das geneigte Publikum über. Nach einer Stunde schneller, harter, lauter Musik und Headbanging verabschiedeten sich Apocalyptica. "Wie weit" war natürlich dabei.

    Nach kurzem Umbau der Bühne wurde der Hauptact des Abends durch ein Intro angekündet. Fünf, entsprechend dem letzten Rammstein-Album gekleidete Herren nahmen vor dem Vorhang Stellung, aber wie Rammstein sahen sie nicht ganz aus. Mit den ersten schweren Tönen zu „Reise, Reise“ wurde der Vorhang geöffnet und dahinter wurden Paul und Richard vom oberen Teil der Bühne herunter gefahren. Das Tor in der Mitte öffnet sich und nach und nach setzte sich Sänger Till gegen die dominierenden Gitarren durch. Gleich beim ersten Lied brannten die Mikrofone. Mit „Links 2, 3, 4“ und der aktuellen Single „Keine Lust“ nahmen Tempo, Stimmung und Feuer zu. Der Live-Klassiker „Asche zu Asche“ brachte dann zum ersten Mal alle (zumindest beim Refrain) zum mitsingen. Im Anschluss öffnete sich die Pforte und Koch Till schob zu „Mein Teil“ seinen Kannibalen-Suppentopf auf die Bühne, aus dem der verschrockene Keyboarder Flake heraus schaute, bis er von Till mittels Flammwerfer weichgekocht wurde. Nun folgten etwas neuere Stücke, wovon besonders der Blues „Los“ nicht nur musikalisch herauszustellen ist, da die Band im Text mit ihren Kritikern abrechnet („Wir waren arbeitslos …“) und eine schicke Unplugged-Session auf dem unteren Teil der Bühne hinlegte. Das Konzert steigerte sich mit „Du riechst so gut“, dem bisher unveröffentlichten „Benzin“ bis zu meinem persönlichen Favoriten „Du hast“, bei dem nicht nur die Flammen aus Bühnenboden und Bühnendecke, sondern durch den Pfeil, von Till angetrieben, von der Bühne ins Publikum raste und Flake sein Keyboard zerstörte, nachdem am Ende des vorherigen Stückes auch noch die Flammen über die Bäume neben der Bühne schossen. Mit „Sehnsucht“ und „Amerika“ endete der offizielle Teil des Konzerts. Blaue, weiße und rote Streifen schossen von vorn und hinten ins Publikum.

    In der ersten Zugaberunde steigerte sich die Stimmung vom brennenden Menschen bis hin zum klassischen Dialog zwischen Band und Publikum aus dem Mutter-Album "Könnt ihr mich hören - wir hören dich, könnt ihr mich sehen - wir sehen dich, könnt ihr mich fühlen - wir fühlen dich", bei dem alle Hände oben waren ("Wir wollen eure Hände sehen").

    In die  zweite Zugabenrunde gingen Rammstein gemeinsam mit Apocalyptica und der Ballade "Ohne dich" und zum Abschied gab es eine kleine Einstimmung auf DM im Januar 06 mit "Stripped". Als positiv empfand ich das Weglassen der Pausenfüller. Es blieb lediglich bei den Worten zum Schluss: "Rammstein dankt". Als kleiner Gag liefen noch zu den Abbauarbeiten die Zwischentöne aus "Engel", weshalb einige noch da blieben. Wir fuhren taub und heiser nach Hause. Die Patty-Hessen vor uns haben übrigens bis zum drittletzten Lied sich nicht von ihren Plätzen erhoben. Vermutlich waren sie ausschließlich wegen der Texte da.

     

    Setlist:

    1. Reise Reise

    2. Links 2,3,4

    3. Keine Lust

    4. Feuer frei!

    5. Asche zu Asche

    6. Mein Teil

    7. Morgenstern

    8. Stein um Stein

    9. Los

    10. Du riechst so gut

    11. Benzin

    12. Du hast

    13. Sehnsucht

    14. Amerika

    ........................

    15. Rammstein

    16. Sonne

    17. Ich will

    ........................

    18. Ohne dich (mit Apocalyptica)

    19. Stripped

     

     

     

    07.05.2005

    Client

    Berlin Pfefferbank

    13 Euro

     

    Mute I UK

    Eine der von mir 2003 gekauften drei CDs war das Debüt Client des gleichnamigen englischen Elektro-Duos. Dies war schon elektronische, tanzbare Musik vom Feinsten (muss ja auch, wenn das Label Mute Records heißt :-). Ende 2004 legten Client A und Client B mit dem Album City noch eine Schippe oben drauf, weil dies noch rockiger als das erste Album wurde. So war es unabdingbar, auch eines der Konzerte in unserer Hauptstadt zu besuchen. Nach mehreren Clubabenden und als Vorband von Erasure ergab sich nun die Gelegenheit, ein Musikgastspiel mit Konzertlänge zu erleben. Karten waren nur an zwei Theaterkassen im Vorfeld zu bekommen, also sind wir bereits eine halbe Stunde vor Beginn am Pfefferberg eingetroffen, um Restkarten an der Abendkasse zu ergattern. Und dabei überraschten wir die Damen beim Soundcheck.  Also noch mal Essen gegangen und kurz vor zehn ging es dann rein. Der VorDJ fiel aus, dafür bastelte der Hausmeister noch ein bisschen auf einer Leiter an den Glühbirnen herum. Während der "Saal" sich langsam auf ca. 150 bis 200 Leute füllte, ließen sich des öfteren die beiden Damen in ihren grau-blauen Stewardessenuniformen blicken. Kurz nach halb elf ging es dann los. Durch einen Techniker mit Mikrofon als Background unterstützt, begannen Kate Holmes am Minikeyboard und Sarah Blackwood am Mikrofon cool und mit donnernden Beats die Stücke des neueren Albums zu präsentieren. Die Stimmung war sofort auf Grund der räumlichen Nähe zur Band und der geringen Zuschauerzahl ziemlich hoch. Besonders gut gingen - wie überall immer - die Singles In it for the money ("Just give me love, just give me sex, just give me money, work hard ... why should I?"), Radio sowie die älteren Stücke zum mitsingen Rock and roll is all I wanna do - rock and roll is all I wanna do - rock and roll is all I want from you, Client, Here and now und Price of love.  Sarah schaffte es zwischen klaren Gesang und Posing noch ab und zu ein Lächeln dem geneigten Publikum zu zuwerfen. Mit der aktuellen, rockigeren Single Pornography ging das Konzert langsam zu Ende. Die Zugaben wurden gefordert und mit Happy und Let's dance von David Bowie ging ein schicker Musikabend zu Ende, bei dem auch der Preis stimmte.

     

    Setlist:

    1. It's rock & roll

    2. Come on

    3. In it for the money

    4. Radio

    5. Client

    6. Don't call me baby

    7. Rock and roll machine

    8. Overdrive

    9. Down to the underground

    10. Here and now

    11. Price of love

    12. Pornography

    13. Tuesday night

    14. Pills

    .......................................

    15. Happy

    16. Let's dance (David Bowie Cover)

     

     

     

    22.04.2005

    The Prodigy

    Berlin Columbiahalle

    41,25 Euro

     

     

    Mit dem neuen Album Always outnumbered, never outgunned im Gepäck meldeten sich Prodigy nach dem 96er Erfolgsalbum Fat of the land und der Zwischendurchsingle Baby's got a temper nun auch wieder live zurück. Um zur Columbiahalle zu gelangen, musste man sich an fünf Wegelagerern vorbei schlängeln, die einem Bier verkauften, Eintrittskarten abkauften und wieder verkaufen, Flyer verschenkten, Fotos ins Internet stellen und E-Mailadressen für schnelle Infos sammelten wollten. Vor der Halle keine Schlange, drin die Traverse geschlossen. Alles lief auf ein nicht ausverkauftes Haus hinaus. Ein DJ dampfte schon mächtig los, als in der Annahme einer Vorband doch tatsächlich schon halb zehn Liam, Maxim und Keith die Bühne betraten und mit dem älteren Stück Their law einen recht lauten Musikabend begannen. Die Stimmung war durchwachsen. Vorn natürlich die Fans, welchen man ansah, dass die Musik sich durch die Glieder auf den ganzen Körper verteilte und dahinter Radio-Menschen, denen man nicht ansah, warum sie beim Konzert waren. Die Lautstärke der Beats steigerten sich wie beim letzten Mal schon auf die Testgrenze, wie lange ein menschliches Trommelfell Lautstärke erträgt. Aber das war auch gut so und gehört nun mal zu einem ordentlichen Prodigy-Konzert dazu. Mit dem starkem 96er Breathe und den neuen Spitfire und Girls steigerte sich die Party bis zu den Krachern Poison, Smack my bitch up und zum Schluss Out of space. Auf einmal war Schluss, 13 Lieder, keine Zugabe, das Licht ging an und alle schauten sich etwas verwirrt an, als die Nachmusik begann. Vermutlich sind die Herren Prodigy inzwischen schon in einem Alter, in dem man nicht mehr als 1:20 h pro Tag arbeiten kann. Das war dann für den Preis etwas wenig.

     

    Setlist:

    Intro Wake up

    1. Their law

    2. Wake up

    3. Warning

    4. Breathe

    5. Spitfire

    6. Girls / More girls

    7. Back to school

    8. Firestarter

    9. Action radar

    10. Mindfields

    11. Poison

    12. Dead ken beats

    13. Smack my bitch up

    14. Out of space

     

     

     

    13.11.2004

    2raum-wohnung

    Berlin Columbiahalle

     

    Vorprogramm: Jansen & Kowalski

     

    Vermutlich war dies die erste große Tournee von 2raumwohnung, die sich bisher auf DJ-Auftritte beschränkten. In der ausverkauften Columbiahalle durften auch zum Abschlusskonzert die Hamburger Hip-Hopper Jansen&Kowalski ran, die mit Das Bo als Unterstützung großartige Stimmung verbreiteten. Das Duo 2raumwohnung, Inga und Tommy, startete planmäßig eine Stunde nach der Vorband, verstärkt um einen Gitarristen und einen Schlagzeuger. Inga lief durch das Publikum auf die Bühne. Leider war die band durch das Scheinwerferlicht den ganzen Abend nicht richtig zu sehen. An meiner Brille lag es jedenfalls nicht, da es anderen auch so ging. Mit den präsentierten Stücken kam gute Stimmung auf, die sich bis zum Single-Hit Spiel mit aus dem aktuellen Album steigerte. Tommys musikalische Vergangenheit bei Andreas Dorau war kaum zu verleugnen. Jedoch blieben die Absichten, das Publikum auf das Abenteuer Liebe usw. mitzunehmen, nur auf den musikalischen Teil beschränkt und nicht auf die Performance zwischen den Liedern, die gerade bei Live-Konzerten, wie auch die Vorband bewies, so wichtig ist („Das Motto des nächsten Liedes kann ich voll unterschreiben“ – ja wieso auch nicht, wenn das Lied von doch euch ist!). Einziger Höhepunkt war in dieser Richtung war die Ansammlung von 19, teilweise minderjährigen, weiblichen Fans bei Sexy Girl. Durch den fehlenden Draht zwischen Band und Publikum war die Stimmung der technischen Panne vor Macht anders wieder entschwunden und auch die Erfolgstitel der ersten Tage Wir trafen uns in einem Garten und Nimm mich mit konnten kaum verhindern, dass viele Gäste vor dem letzten Lied gingen. Schade um die verpasste Chance, denn mit 2 von Millionen von Sternen und Freie Liebe zeigten 2raumwohnung, dass Live-Musik auch besser als auf der Platte klingen kann.

     

    Setlist:

    1. Jemand fährt

    2. Ich weiß warum

    3. Ich und Elaine

    4. Wir sind die anderen

    5. Wolken

    6. Kommt zusammen

    7. Sexy girl

    8. 2 von Millionen von Sternen

    9. Cookies cream

    10. Do your thing

    11. Spiel mit

    12. Zentralmassiv

    13. Mach’s einfach

    14. Freie Liebe

    15. Nimm mich mit
    ............................................

    16. Sasha

    17. Wir trafen uns in einem Garten

    ............................................

    18. Wir erinnern uns

    ............................................

    19. Es wird morgen

     

     

     

    20.06.2004

    Die Ärzte

    Berlin Wuhlheide

     

    Jenseits der Grenze des Zumutbaren-Tour 2004

    Vorprogramm: Village People

     

    Nach 20 Jahren Die Ärzte im Radio, auf Kassette und CD wurde es langsam einmal Zeit, die beste Band der Welt auch live zu erleben. Das Publikum war genau sortiert. Auf den Sitzbänken die Freunde der Ärzte seit 20 Jahren und vor der Bühne die Freunde der Ärzte, die vor 20 Jahren noch in die Windeln gemacht haben. Als Vorband verbreiteten laut Farin - 6 Gründe homosexuell zu werden - die Village People mit ihren Hits In the navy, Go west und YMCA gute Stimmung. Beim letzteren gesellten sich noch ein Berliner Polizist, ein Feuerwehrmann und Bäcker von der Hauptband dazu. Dann kam die Stimme aus dem Hintergrund, die verkündete: Mein Großvater ist Pfarrer in Berlin. Mein Großvater hat immer gesagt, wenn in der Halle kein Platz mehr ist, dann kommen die Ärzte. Und dann kamen Die Ärzte und spielten fast alles von der neuen Platte, machten super Stimmung, am Ende die alten Lieder und nach über 3 Stunden gingen wir glücklich nach Hause. Es war sehr schön. Mehr kann man gar nicht schreiben.

     

    Setlist:

    Intro

    1. Nicht allein

    2. Radio brennt/YMCA

    3. Ignorama

    4. Super drei

    5. Geld

    6. Hurra

    7. Richtig schön evil

    8. Außerirdische

    9. Deine Schuld

    10. Mach die Augen zu

    11. Ohne dich

    12. Komm zurück

    13. Sweet sweet Gwendoline

    14. Anti Zombie

    15. ½ Lovesong

    16. Liebe macht blind

    17. Die klügsten Männer der Welt

    18. Nichts in der Welt

    19. WAMMW MESMAAG

    20. Popstar

    21. Ein Sommer nur für mich

    22. Die Nacht

    23. Kopfüber in die Hölle

    24. Ein Song namens Schunder

    25. Dinge von denen

    26. Unrockbar

    27. Schrei nach Liebe

    28. Umbaupause

    29. Biergourmet

    30. Monsterparty

    31. Lustiger Astronaut

    32. Der Graf

    33. Rock Rendevouz

    34. Elke

    35. Westerland

    36. Zu spät

    37. Du willst mich küssen

     

     

     

    12.06.2004

    Rosenstolz

    Berlin Wuhlheide

    28,80 Euro

     

     

     

    Herz Tour 2004

    Vorprogramm: Mia

     

    Nach 1,5 Jahren und einem neuen Album von der "guten" Sorte kam schon so etwas wie Rosenstolz-Abstinenz auf. Somit schauten wir wieder mal bei Anna, Peter, Lorenzo, Anne und Hr. Lübke vorbei. Die 17.000 Zuschauer bewiesen, dass Rosenstolz inzwischen zu den Großen der deutschen Pop-Szene gehören. Das bietet einerseits gute Möglichkeiten, auch mal Videos der Band im Fernsehen zu sehen, aber andererseits ist ein Stück weit die Intimität zwischen Band und Publikum auf dem Konzert verloren gegangen. Wenn Peter von gutem Sex mit den Gitarristen auf der Tour berichtet (Sex im Hotel), sich bei beginn von Die Zigarette danach sich gleich der Publikumsversion hingab (Du ziehst dich aus,...) oder die wundervoll un-plugged vorgetragenen Stücke wie Die Schlampen sind müde und Lachen war es doch ein zu großer Abstand zwischen Bühne und Publikum. Doch nun auch was positives. Annas Stimme überzeugte wieder voll und auch das beim letzten Konzert kritisierte Fehlen der rockigeren Töne wurde mit den schnelleren Stücken Sternraketen, Eine Frage des Lichts, Ausgesperrt, Bastard und Willkommen sowie einem neuen Gitarristen eingelöst. Wie immer gab es eine neue Version von Schlampenfieber (Hochschulversion 4.0) und das ruhige Der Moment. Als musikalische Verbeugung gegenüber den 90ern gab es als Leckerbissen die Coverversion von Seligs Ohne Dich. Zum Schluss wurde es noch einmal romantisch mit den besten Stücken aus dem Herz-Abum Liebe ist alles (als neue Hymne), die aktuelle Single Ich will mich verlieben und die beiden wunderschönen Die Liebe ist tot und Augenblick. Drei Dinge noch zum Schluss: Als Vorband sorgte Mia für Stimmung (Hungriges Herz), dann habe ich Steffie seit langem mal wieder getroffen und am Ende gab es ein Feuerwerk als krönenden Tourneeabschluss.

     

    Setlist:

    1. Sternraketen

    2. Alles wird besser

    3. Eine Frage des Lichts

    4. Es tut immer noch weh

    5. Wenn du aufwachst

    6. Sex im Hotel

    7. Das gelbe Monster

    8. Die Schlampen sind müde (un-plugged)

    9. Lachen (un-plugged)

    10. Bastard

    11. Schlampenfieber (Hochschulversion 4.0)

    12. Ausgesperrt

    13. Die Zigarette danach

    14. Ohne dich (Coverversion von Selig)

    15. Die Liebe ist tot

    16. Es könnt ein Anfang sein

    17. Willkommen

    18. Amo vitam/Liebe ist alles

    19. Ich will mich verlieben

    ............................................................

    20. Königin

    21. Das beste im Leben

    22. Der Moment

    23. Augenblick

     

    Video vom Konzert auf DVD

     

     

     

    24.04.2004

    And One

    Berlin Columbiahalle

    21,90 Euro

     

     

    Aggressor-Tour 2004

    Vorprogramm: Statemachine

     

    Nach vier Jahren ("Welt- und Deutschlandtournee") kehrte And One wieder in die Heimat zum Abschlusskonzert der Aggressor-Tour zurück. Durch einen Autounfall von Steve Naghavi verschob sich das seit Monaten ausverkaufte Konzert noch bis Ende April. Doch bevor es richtig losging, durften noch alle die Nachwuchs-Biertrinker und -Poser von Statemachine aus Schweden ertragen. Das war schnell vergessen, ein spektakuläres Intro mit Kanzlerstimme verkündete den Beginn eines Krieges und mit der Naghavi-Mischung der jüngsten Single Krieger begann das Konzert. Der Sound war besser als in den Jahren zuvor und es war laut wie immer. Es folgten Second voice, Für und Metalhammer, die, da sie recht schnelle Stücke sind, auch für gute Stimmung und Getanze sorgten. Spaß brachte im Letzteren eine Strophe aus DAF’s Der Räuber und der Prinz („Huch, ich bin im falschen Lied“). Die neue/alte Besetzung mit And One-Gründer Chris Ruiz und Neu-Keyboarder Gio van Oli ließ eine Überraschung folgen. Nach dem Ausstieg von Annelie Bertilsson glaubte keiner mehr, das Wet spot von der Virgin Superstar jemals mehr live zu hören, aber es kam doch, da Chris den Part mit der höheren Stimme übernahm. Anschließend lief das neue Kultlied Fernsehapparat, vom neuen Album wurden Für immer, Tote Tulpen, Strafbomber, Speicherbar und in den Zugaben Sternradio präsentiert. Wer zu neueren Stücken noch nicht den richtigen Zugang findet, kam mit Recover you  (mit Sampling des DM-Klassikers Photographic), Body nerv, Get you closer, Sometimes, Driving with my darling, Uns geht's gut und Deutschmaschine auf seine Kosten. Überhaupt machten weitere Ausflüge zu den Vorbildern mit Fly on the windscreen und Personal Jesus („Ein bisschen sind wir doch alle Depeche Mode“) viel Spaß. Mit dem üblichen Charme und Humor führte Steve durch das Programm, unterhielt und begeisterte das Publikum. Besonders die laute, schnelle elektronische Musik in Verbindung mit Mr. Naghavis Stimme machen immer noch das besondere an And One aus. Aus dem vorletzten Album wurden noch Don’t need the drugs, Wasted (mit dem erwähnten Exkurs zu Personal Jesus) und Panzermensch gespielt. Vorletzte Zugabe war natürlich Two sounds are better than one, 1, 2, 3 ... und zum Schluss Rebell yell von Billy Idol sowie das Versprechen, nicht mehr vier Jahre auf die nächste Tour zu warten, sondern bis nächstes Jahr, übernächstes Jahr und überübernächstes Jahr.

     

    Setlist:

    1. Krieger

    2. Second voice

    3. Für

    4. Pray

    5. Metalhammer

    6. Wet spot

    7. Fernsehapparat

    8. Uns geht's gut

    9. Recover you/Der Räuber und der Prinz

    10. Driving with my darling

    11. Sternradio/Photographic

    12. Deutschmaschine/Fly on the windscreen

    13. Sometimes

    14. Tote Tulpen

    15. Body nerv

    16. Don't need the drugs

    17. Get you closer

    18. Speicherbar

    19. Strafbomber

    20. Take some more

    ......................................

    21. Wasted/Personal Jesus

    22. Techno man

    .....................................

    23. Panzermensch

    24. Rebell yell (Cover von B. Idol)

     

    Einige Videos auch der Live DVD

     

     

     

    19.01.2004

    Reamonn

    Berlin Columbiahalle

    31,40 Euro

     

    Beautiful Sky Tour 2004

    Vorprogramm: The Crash

     

    Schon auf dem Weg in die Columbiahalle zeichnete sich ab, dass Reamonn eine Frauenband (Band für Frauen) ist, denn das Publikum bestand mindestens zu 75% aus Frauen. Damit verband sich die Frage, ob noch eine Band für Männer existiert, auf die man sich verständigen kann oder ist diese mit Nirvana ausgestorben.

    Spätestens seit HIM und Rasmus ist auch hierzulande bekannt, dass in Finnland auch so etwas wie Musik gemacht wird. Somit kam die Vorband The Crash mit BritPop ganz gut an. Nach kurzem Umbau und der Verbarrikadierung des Schlagzeugers in einen Käfig, den er höchstens mal für eine Raucherpause verlies, kam Rea Garvey und seine badischen Bandkollegen und sorgten mit einer munteren Mischung aus Gitarren-Rock/Pop und Balladen für gute Stimmung und gute Gefühle, die sich bei dem Hit aus 2003 Star und dem Erfolgsstück Supergirl ("das Lied für die eine Frau, die man im Leben trifft") bis zu Gänsehaut steigerten. Rea machte zwischen den Liedern Späßchen, berichtete vom Umzug nach Berlin und verschenkte 2 Mirkofonständer für ein Duo zu Saving an angel. Nach fast allen Stücken der 2003er Platte Beautiful sky ging es mit Josephine, Picture of heaven und Beautiful sky in die Zugaben. Am Schluss gab es dann noch mal zum Mitsingen den aktuellen Hit Alright. Anschließend bekam Frank noch eine Sprite und auch nach 2 Tagen liegt Reamonn in den Ohren ... You're My Star, Shining On Me Now, Love Grow Us Appart, For Me - For You, You Are My Shining Star.

     

    Setlist:

    Intro
    1. She's So Sexual / C Inside / 7th Son

    2. Stripped

    3. Swim

    4. Star

    5. Strong

    6. Supergirl

    7. In Zaire

    8. Angels Fly

    9. Be Angeled

    10. Promised Land

    11. Pain

    12. Life Is A Dream

    13. Josephine

    14. Picture Of Heaven

    15. Beautiful Sky Intro

    16. Beautiful Sky

    17. Alright

     

     

     

    03.11.2003

    Dave Gahan

    Berlin Arena

    40,50 Euro

     

    Paper Monster Tour

    Vorprogramm: Whyte Seeds

    Nach dem erfolgreichen ersten Soloalbum und zwei Tournee-Teilen kehrte Sänger, Superposer und Drogenüberbenutzer Dave Gahan auf seinem dritten Tourteil erneut nach Berlin zurück. Die schwedische Vorband versuchte das Publikum in Stimmung zu bringen und pünktlich begann der Depeche-Mode-Frontmann mit der ersten Single Dirty sticky floors das Konzert. Er wusste gut die Stimmung von ihm und seiner Band auf das Publikum zu übertragen. Richtig schwungvoll wurde es nach den ersten DM-Stücken wie A question of time, Useless und Walking in my shoes. Die letzten beiden Single-Auskopplungen I need you und Bottle living liefen ganz gut, vor allem der Übergang vom letzteren zu Personal Jesus. Nach einer Stunde war offiziell Schluss, und da das Material der Solo-LP erschöpft war, gab es noch komplett Depeche Mode als Zugabe (Never let me down again, Enjoy the silence, Dream on). Es war zwar rockiger, jedoch kritisch betrachtet, wusste man hinterher, was Martin Gore für DM bedeutet. Leider war trotz der vielen verschönerungen in der Arena gegenüber der ersten Konzerte kein besserer Sound möglich.

    Aber: Am Ende kam Günni noch ungewollt zu seinem DM-Konzert und Svea zu einem Dave-Gahan-Poster, das wohl direkt über ihrem Bett hängen sollte, aber nun zusammengerollt sein Dasein im Prenzlauer Berg frustet.

     

    Setlist:

    1. Dirty sticking floors

    2. Hidden houses

    3. Black and blue again

    4. A question of time

    5. Bitter apple

    6. A little piece

    7. Useless

    8. I need you

    9. Walking in my shoes

    10. Bottle living

    11. Personal Jesus

    12. Goodbye

    13. Hold on

    14. I feel you

    15. Never let me down again

    16. Dream on

    17. Policy of truth

    18. Enjoy the silence/Just can't get enough

     

     

     

    09.07.2003

    Robbie Williams

    Berlin Waldbühne

    57,63 Euro

     

    Escapology-Tour

    Vorprogramm: Kelly Osborne

     

    Die Waldbühne war seit über einem halben Jahr ausverkauft, denn in diesem Sommer kam man an Robbie-Superstar nicht vorbei. Mit seinem 4. Erfolgsalbum Escapology und der Single Feel beherrschte er Radio und TV. Als Vorband verzückte Kelly Osborne und Band mit ihren aktuellen Stücken. Und dann kam kopfüber hängend, der zur Zeit angesagteste Sänger überhaupt, um sein Publikum zu entertainen. Mit großer Band und Tänzerinnen und einer Stimme, die fast besser als auf den Platten klang, unterhielt Robbie Williams das Publikum bestens, brachte Stücke vom aktuellen Album wie Monsoon, Come undone und Me and my monkey. Zwischendurch forderte er ein Pärchen auf, zu heiraten, imitierte Justin Timberlake (welcher nicht in der wahren Boy-Band sang), berichtete von seinen Beziehungsenden kurz vor Weihnachten, den dabei eingesparten Geschenken und ließ sich durch die Performance seiner weiblichen Fans inspirieren. Nach den ruhigen Swing-Stücken steigerte sich die Stimmung zunehmend bei Karaoke mit den Fans (You thinking I'm strong, you're wrong, you're wrong), um bei Supreme im Publikum und auf der Bühne über zu kochen. Mit Kids und Feel war dann der offizielle Teil beendet. Robbie ließ sich nicht lange um Zugaben bitten und setzte mit Rock DJ, Millenium und Angel noch eins drauf. Höhepunkt und Abschluss dieses wunderschönen Abends war die Eigeninterpretation des Back for good, bei dessen Veröffentlichung er schon nicht mehr Mitglied bei Take That war.

     

    Setlist:

    1. Let me entertain you

    2. Let love be your energy

    3. Monsoon

    4. Come undone

    5. Me and my monkey

    6. Hot fudge

    7. Mr. Bojangles

    8. One for my baby

    9. She's the one

    10. Strong

    11. Supreme

    12. Kids

    13. Feel

    ..................................

    14. Rock DJ

    15. Millenium

    ..................................

    16. Angels

    17. Back for good

     

     

     

    03.06.2003

    Herbert Grönemeyer

    Berlin Waldbühne

    31,50 Euro

     

    Mensch-Tour

    Man muss nicht unbedingt ein Fan von Herbert Grönemeyer zu sein, um seine Musik gut zu finden. Aber um es schon mal vorweg zu nehmen, es war eines dieser sehr schönen Konzerte. Die Fragen, ob er tanzen kann, ob die Stimme hält oder der Rhythmus warteten zu Beginn auf Antworten. Die Sonne verschwand erst kurz vor Beginn hinter der Waldbühne, die Karten waren seit einem Jahr ausverkauft und die Stimmung lief sich hoch. Die Schweizer Vor-Combo (Ausverkauft?) war schnell vergessen und als die Band mit den Streichern auf der Bühne Platz nahmen, kam swingend Grönemeyer bei den Fans an der Seite zu Blick zurück herunter zur Bühne, bewies dort, dass er doch tanzen kann und wurde mit dem Publikum schnell eins. Mit Neuland wurde es rockiger, die 20.000 grölten bei Bochum mit, ebenso bei den Klassikern Männer, Alkohol und Halt mich. Dann wurde es mit Der Weg trauerlicher was sich danach mit dem Eisbär und Mensch wieder auflöste. Und das ist nach einem Jahr schon wieder ein Klassiker. Grönemeyer zeigte seine dunkle Seite mit Fanatisch und nach fast allen Stücken des letzten Albums Mensch endete der Pflichtteil nach 1,5 Stunden mit Zum Meer. Das Auf Wiedersehen war vergeblich, denn das Publikum baten ihn und die Band zu 12 Zugaben auf die Bühne zu bleiben. Und man merkte, dass es allen Spaß machte. Mit Vollmond, Luxus und zum Schluss Der Mond ist aufgegangen ließ nur die nächtliche Ruhe um halb elf alle nach Hause gehen. Die Stimme hielt übrigens bis zum Ende und mit dem Takthalten kann man auch künstlerischer Freiheit durch gehen lassen.

     

    Setlist:

    1. Blick zurück

    2. Neuland

    3. Viertel vor

    4. Lache, wenn es nicht zum weinen reicht

    5. Ich dreh mich um dich

    6. Halt mich

    7. Bochum

    8. Männer

    9. Unbewohnt

    10. Der Weg

    11. Mensch

    12. Fanatisch

    13. Was soll das

    14. Bleibt alles anders

    15. Alkohol

    16. Zum Meer

    ....................................

    17. Luxus

    18. Flugzeuge im Bauch

    19. Vollmond

    ....................................

    20. Dort und hier

    21. Selbstmitleid

    22. Mambo

    ....................................

    23. Land unter

    24. Demo (Letzter Tag)

    25. Mensch

    26. Marie

    27. Heimat

    28. Der Mond ist aufgegangen

     

     

     

    01.05.2003

    Massive Attack

    Berlin Tempodrom

    30,87 Euro

     

    The 100th Window Tour

    Zum ersten Mal im neuen Tempodrom am Anhalter Bahnhof, waren wir über die Zirkuskonstruktion mit den Sitzreihen sehr erfreut, da die Musik von Massive Attack nicht unbedingt zu den tanzbarsten gehört. Das wusste auch der Kiffer vor uns und zog noch mal ordentlich einen durch, als Vorband vorbei war und die Rauchwarnung der Feuerwehr durch gegeben wurde. Pünktlich 21 Uhr erleuchteten an der Anzeigetafel auf der Bühne die Koordinaten unseres Standortes, die Entfernung zum letzten Konzert in Amsterdam und der Titel The 100th Window vom aktuellen Album auf. Es begann mit Future Proof ein Angriff auf Ohren und Augen, wobei die LED-Anzeigetafel kräftig mit half. The 100th Window hatte 3D im Alleingang fertig gestellt, aber zum Konzert war Daddy G sowie Dauergast Horace Andy und zwei weibliche (eine davon war die Sängerin aus der Vorband für die auf der Platte von Sinead O'Connor gesungenen Titel) Unterstützung. Entspannter wurde es bei den Stücken, die Cocteau Twin Liz Frasier sang, ein Highlight waren Geigen- und Bassline. Mit Rising Son wurden uns die Fragen gestellt, ob die Welt sicherer durch den Irak-Krieg wurde, ob wir die UNO noch brauchen und wie viel Geld für Aufrüstung die Länder dieser Welt ausgeben. Bei Anti Star wurde uns auf der Anzeigetafel sämtliche Viren im Internet präsentiert, bei der aktuellen Single Special Cases sämtliche Statistiken aus dem Internet einschließlich aktueller Ablugzeit von Berlin-Tegel. 3D wollte zeigen, dass alle Informationen für jedermann im Netz sind verfügbar, wenn man sie nur will. Da auch Massive Attack von Klassikern lebt, waren Tear Drop und als ein der Zugaben Unfinished Sympathy mit auf dem Programm. Dank der hervorragenden Sänger, der Lautstärke und dem Besonderen der Musik vom Massive Attack wurde es ein gelungener Abend.

     

    Setlist:

    1. Future proof (3D)

    2. Everywhen (Horace Andy)

    3. Risingson (3D, Daddy G)

    4. Black milk (Dot Allison)

    5. Angel (Horace Andy)

    6. Special cases (Dot Allison)

    7. Butterfly caught (3D)

    8. Name taken (Horace Andy)

    9. Teardrop (Dot Allison)

    10. Mezzanine (3D, Daddy G)

    11. Big wheel (Horace Andy, Debbie)

    12. Safe from ham (Debbie, 3D)

    13. Inertia creeps (3D)

    14. Antistar (3D)

    15. Unfinished symphony (Debbie)

    16. Group four (Dot Allison, 3D)

     

     

     

    13.03.2003

    Paula

    Potsdam Lindenpark

    13 Euro

    2. Teil Städtetour

    Die Vorband war ganz nett, doch trotz Berlinnähe füllte der Saal sich nur spärlich. Elke und Berend verbreiteten mit ihrer Band gute Laune. Ansonsten von Stücken des aktuellen Albums begonnen mit Die Stadt bis hin zu älteren wie Ca plane pour ma das gleiche Programm flotter Popmusik wie bereits im Herbst in Frankfurt/M.

     

     

     

    01.12.2002

    Rosenstolz
    Berlin Columbiahalle

    26,32 Euro


     

     

    Macht Liebe Tour


    Nach dem weniger gelungenen Album Macht Liebe und den bereits vor dessen Erscheinen gekauften Karten, machten wir uns auf den Weg zur Columbiahalle. Die Stimmung war wie immer gut, neue Titel waren zum Glück in der Minderzahl (positive Ausnahme die Zugabe Tag in Berlin) und die alten Stücke zum x-ten Mal in der x-ten Version gehört. Peter und besonders AnNa spulten ihr Programm professionell herunter, so dass keine Überraschungen zu erwarten waren und sie sich in die Reihen all der anderen Bands einreihen, deren Lieder auswechselbar und beliebig sind. Die Verstärkung der Band mit einem Keyboarder, einem Bassisten und der Wechsel am Schlagzeug wirkten sich nicht spürbar aus, da der Sound nicht besser als sonst war. Wenn keine besseren Lieder künftig kommen, war es das wohl das letzte Mal bei Rosenstolz (aber, dafür mal wieder Ete und Nadine getroffen).

     

    Setlist :
    Intro Macht Liebe

    1. Fütter deine Angst

    2. Bastard

    3. Ich verbrauch mich

    4. Lass sie reden

    5. Sex im Hotel

    6. Heiß

    7. Ich geh auf Glas

    8. Laut

    9. Raubtier

    10. Lachen

    11. Wenn du jetzt aufgibst

    12. Der Moment

    13. Komm doch mit

    14. Die Zigarette danach

    15. Schlampenfieber

    16. Nur einmal noch

    17. Es tut immer noch weh

    18. Es könnt' ein Anfang sein

    19. Königin

    .........................................

    20. Sternraketen

    21. Die Schlampen sind müde

    .........................................

    22. Tag in Berlin (November)

    23. Das verkaufte Lächeln

    24. Herzensschöner

     

     

     

    23.10.2002

    Paula
    Frankfurt (Main) Batschkapp

    15 Euro

    Liebe Tour

    Vorprogramm: Flash & Gordon
     

    Zum ersten Mal in der Kapp (für Insider: etwas kleiner als das Gladhouse). Die Vorband Flash & Gordon machte das beste aus defektem Equipment, wenn dies bei einer Elektro-Pop-Band überhaupt geht. Dann kam Paula. Berend am Schlagzeug und neben Elke noch Gitarrist Arne und Bassist Benjamin. Paula als Rockband (Die Stadt), Paula als Popband, Paula auf französisch (Je te vois bien) und wie gewohnt auf deutsch bei der Präsentation der gerade erschienenen dritten Platte Warum Berlin. Und live überraschend rockiger (positiv). Die alten Lieder gingen natürlich am besten (Als es passierte, Jimmy), aber auch die neuen Stücke konnten sich hören lassen (Tadelloses Paar, Ich weiß zuviel, Ich denke nicht immer nur an dich) und am Ende der Zugaben (Ca plane pour moi) kochte der Saal nicht zuletzt dank der klaren Stimme von Elke und ihrem exzellenten  Luftgitarrenspiel.

     

     

     

    28.10.2001

    Rosenstolz
    Berlin Columbiahalle

    46,85 DM


     

     

    Sanfte Verführer Tour


    Zu Beginn das neue Video (Es könnt ein Anfang sein) AnNa und Peter begannen auf Glas zu gehen, denn es waren nur drei neue Lieder und dafür rockiger als je zu vor, mehr Balladen und mit Bandverstärkung. Wunderschön die neuen Versionen (man fängt an zu singen und überlegt, was ist das eigentlich für ein Lied ... aha ... Kinder der Nacht, Bastard). Der Anfang von Die Zigarette danach wurde gleich durch die Massen umgedichtet (Du ziehst dich aus), da zierte sich Peter noch ein bisschen ... Sehr schön die Live-Versionen von Total eclipse und die neue Ballade Ganz unten (Oktober). Ganz zum Schluss das Marlene-Dietrich-Cover Paff, der Zauberdrachen, nochmal Es könnt ein Anfang sein und 99 Luftballons mit Nena & Rosenstolz live. Natürlich fehlten die Klassiker Nur einmal noch, Schlampenfieber und Königin nicht.

     

    Setlist:

    1. Ich geh auf Glas

    2. Lachen

    3. Du atmest nicht

    4. Kinder der Nacht

    5. Sanfter Verführer

    6. Es könnt ein Anfang sein

    7. Bastard

    8. Fütter deine Angst

    9. Ganz unten

    10. Der Moment

    11. Perlentaucher

    12. Die Zigarette danach

    13. Kassengift

    14. Amo vitam

    15. Königin

    16. Die Schlampen sind müde

    17. Nur einmal noch

    ............................................................

    18. 99 Luftballons

    19. Schlampenfieber

    20. Total eclipse

    21. Herzensschöner

    22. Paff, der Zauberdrachen

     

     

    05.09.2001

    Depeche Mode
    Berlin Waldbühne

    75 DM

     

    Exciter-Tour

    Vorprogramm: Fad Gadget
     

    Leider kamen wir wieder mal nicht mehr bis in den unteren Bereich, aber man sieht ja überall gut. Fad Gadget als Vorband sorgten auf die eine oder andere Art für Stimmung, die Songs gingen immer viel versprechend los, aber dabei blieb es auch. Die Inszenierung war reine Selbstironie, vor allem nachdem einige ihre Karten zückten und DM verlangten. Weiß nicht genau, ob das peinlich von den Leuten ist, aber Fad Gadget kamen noch glimpflich weg, wenn ich an die 93er Vorband denke ...  Kurz nach acht, als die Stimmung schon sehr gut war, ging es dann entsprechend der Setliste los, Dave kam als letzter und war super in Form, tobte von einem Ende der Bühne zum anderen und auch Martin sah ich noch nie so in Bewegung wie diesmal. Fletch der alte Statist, wackelte ein bisschen mit den Fingern oder beklatschte sich selbst. Wozu er auf der Bühne eigentlich steht, weiß er nur selbst, weil ich den Eindruck hatte, dass die Keyboards fast alle aus der Dose kamen. Positiv angetan war ich von der Umsetzung der Stücke, von Daves Stimme und seiner Power und dem Schlagzeug, nicht so stark fand ich, das Martins Gitarre ein bisschen leise 'rüberkam. Vielleicht klingt es in der Halle anders. Weiß nicht genau, ob es Absicht oder Zufall war, dass Dave sich wie im Video zu I feel you seiner Klamotten entledigte und das Publikum jederzeit im Griff hatte. Nach den ruhigen Liedern kam bei Enjoy the silence Massenparty auf, den Refrain sangen nur die Fans. Das schlichte Bühnenbild wurde ganz sehr gut durch die Lichteffekte wettgemacht (sehr schick anzusehen der Hai auf der Leinwand bei In your room). Je später der Abend um so größer schien auch die Stimmung auf der Bühne zu sein und nach der 4. Zugabe sind wir froh gelaunt und noch völlig benommen von dem bisher auf Grund des riesen Einsatz von Dave bisher schönsten und ruhigsten DM-Konzertes nach Hause gedüst.

     

    Setlist:

    Intro Easy tiger/Dream on

    1. The dead of night

    2. The sweetest condition

    3. Halo

    4. Walking in my shoes

    5. Waiting for the night

    6. Dream on

    7. When the body speaks

    8. Sister of night

    9. Breathe

    10. Freelove

    11. Enjoy the silence

    12. I feel you

    13. In your room (Zephyr mix)

    14. It's no good

    15. I feel loved

    16. Personal Jesus

    .............................

    17. Home

    18. Clean

    ............................

    19. Black Celebration

    20. Never let me down again

     

     

     

    26.11.2000

    Rosenstolz
    Berlin Columbiahalle

    46 DM

     

    Kassengift-Tour 2000


    Wie immer zuerst die neuen Videos Amo Vitam und Kinder der Nacht. Danach ging es gleich mit dem Kassengift und den anderen Stücken einer sehr schönen neuen Rosenstolz-Platte weiter. Die ruhigen Stücke berührten (Sag doch, Bastard) und ließen die Wunderkerzen flackern und bei den flotteren war wie immer Partystimmung (Du atmest nicht, Königin, Nur einmal noch, Schlampenfieber).

     

    Setlist:

    1. Kassengift

    2. Nymphoman

    3. Engel der Schwermut

    4. Bastard

    5. Kinder der Nacht

    6. Die schwarze Witwe

    7. Schieß mich jetzt ab

    8. Du atmest nicht

    9. Herzensschöner

    10. Der Moment

    11. Die Zigarette danach

    12. Total ecplipse

    13. Amo vitam

    14. Septembergrau

    15. Fütter deine Angst

    16. Schlampenfieber

    17. Nur einmal noch

    18. Die Schlampen sind müde

    19. Königin

    20. Lass sie reden

    21. Lachen

    22. Es ist vorbei

     

     

     

    27.05.2000

    And One
    Berlin Columbiahalle

    30 DM

     

    Virgin Supertour 2000

    Vorprogramm: The Second Sight
     

    Ja wenn man das vorher gewusst hätte, And One zum Tourneeabschied und zum letzten Mal mit Joke Jay und Rick Schah auf Tour. Die Vorband The Second Sight war etwas lahm.

    Die anschließende Musik von And One war dagegen Ware vom feinsten, obwohl es ziemlich ruhig mit Don't need the drugs begann. Mit Panzermensch ist wieder ein neue Hymne wie schon zuvor mit Techno Man, Klaus und Second voice (welches sich der Tourmanager als Zugabe wünschte) entstanden. Joke Jay übernahm den Gesangpart bei Sometimes, High und wie immer am Anfang bei Deutschmaschine. Bei den Konzerten mit Joke und Rick spielte der Spaß immer eine große Rolle (z.B. wenn Joke auf die Bühne geworfene Liebesbriefe an Steve vorlas). Leider trennten sich AND ONE kurz vor Tourneestart von Annelie, so dass die Stücke mit ihrem Gesangspart entfielen. Dafür erwies sich die Singleauskopplung Wasted als Partytreiber und die älteren Songs sind sowieso Selbstläufer.

     

    Setlist:

    1. Lawrence of Arabia

    2. Don't need the drugs

    3. Goodbye Germany

    4. Second voice

    5. Für

    6. Pray

    7. Metalhammer

    8. My story

    9. Uns geht's gut

    10. Panzermensch

    11. Take some more

    12. Sometimes

    13. High

    14. Die Mitte

    15. Deutschmaschine

    16. The secret

    17. Wasted

    .....................................

    18. Recover you

    19. Get you closer

    .....................................

    20. Driving with my darling

    21. Technoman

    .....................................

    22. Life isn't easy in Germany

    23. Loser

    .....................................

    24. Evil boys

    25. Klaus

    26. Big in Japan

    27. Pimmelmann

     

     

     

    28.11.1999

    Pet Shop Boys
    Berlin Arena

    58 DM

     

    on tour 1999/2000


    Voller Spannung ging es in die Arena, denn die Pet Shop Boys hatten ihre Live-Auftritte den letzten 10 Jahren sehr rar gehalten. Doch nun zur neuen Platte Nightlife gab es auch eine Tour dazu. Zu Beginn gleich das neue For your own god und danach der Kulthit West End Girls. Neil Tennant und Chris Lowe traten in der ersten Hälfte im gleichen Outfit der aktuellen Platte mit vier New York City Boys für den Background auf. In der Mitte des Konzerts eine Pause und danach ging es mit einigen Überraschungen im gewohnten Outfit weiter. Dazu gehörte zweifelsohne It's a sin welches in I will survive überging. Auch selten gespielte Stücke wie Shameless standen auf der Setliste, so dass für Fan und nicht Nichtfan ein gelungenes Programm gestaltet wurde.

     

    Setlist:

    1. West end girls

    2. Discoteca

    3. Being boring

    4. Closer to heaven

    5. Can you forgive her?

    6. Only the wind

    7. What have I done to deserve this?

    8. New York City boy

    9. Left to my own devices

    10. Young offender

    11. Vampires

    12. You only tell you love me when you're drunk

    13. Was it worth it?

    14. Se a vida e

    15. I don't know what you want, but I can't give you anymore

    16. Always on my mind

    17. Shameless

    18. Opportunities

    19. It's a sin/I will survive

    20. It's alright

    21. Footsteps

    22. Go west

     

     

     

    22.05.1999

    Rosenstolz
    Berlin Columbiahalle

    44 DM

     

    "Zucker '99"


    Nachdem 98 nur eine Best-Of-Platte von Rosenstolz erschien, war man auf die neue Zucker gespannt. Leider hielt diese nicht den Erwartungen stand, so dass die Hoffnungen in den Live-Auftritt gesteckt wurden. Zu beginn die beiden Filme Ja, ich will und Fütter deine Angst. Mit dem letzteren begann auch das Konzert, von dem erstmals auch ein Mitschnitte auf der CD Zuckerschlampen live erschien. Der Unterschied zwischen Columbiahalle und den bisherigen Hallen machte sich auf alle Fälle positiv bemerkbar. Vom neuen Album stachen jedoch nur die ruhigeren Stücke Ein anderes Gefühl von Schmerz und Nackt hervor. Mal sehen, was die nächste Platte bringt.

     

     

     

    13.12.1998

    And One
    Berlin Columbiahalle

    31,50 DM

     

    9.9.99 Amok Tour

    Vorprogramm: Spock

     

    Als Vorband sorgte Spock aus Schweden für Stimmung und coverten sogar And One.

     

    Setlist:

    1. Intro

    2. Pray

    3. Get you closer

    4. Metalhammer

    5. Für

    6. Sometimes

    7. The secret

    8. Recover you

    9. Love & fingers

    10. High

    11. Sitata tirulala

    12. Deutschmaschine

    13. Take some more

    14. Life isn't easy in Germany

    15. Loser

     

     

     

    19.09.1998

    Depeche Mode
    Berlin Waldbühne

    63 DM

     

    "The Singles Tour 86 98"

    Vorprogramm: Purity und Tim Simenon
     

    Womit zwischenzeitlich keiner mehr gerechnet hat, wurde nun Wirklichkeit. Die Götter des Elektro-Pop stiegen nach stimmlicher und körperlicher Regenerierung vom Musik-Himmel herab und verzückten die Fans mit allen Singles (bis auf Stripped und Strangelove) zwischen 1987 und 1998. Die Spannung war groß, denn niemand wusste so genau, ob Dave sein stimmliches Niveau wieder erreichte und ob Alan Wilder am Keyboard ersetzt werden konnte. Nach den ersten Takten stellten sich diese Fragen nicht mehr. Band und Publikum im Einklang sangen durchweg gemeinsam. Selbst der Nicht-Fan kam absolut auf seine Kosten.

     

    Setlist:

    Intro Painkiller

    1. A question of time

    2. World in my eyes

    3. Policy of truth

    4. It's no good

    5. Never let me down again

    6. Walking in my shoes

    7. Only when I lose myself

    8. A question of lust

    9. Home

    10. In your room

    11. Useless

    12. Enjoy the silence

    ......................................

    13. Personal Jesus

    14. Barrel of a gun

    ......................................

    15. Somebody

    16. Just can't get enough

     

     

     

    27.06.1998

    Rosenstolz
    Berlin Tempodrom

    40 DM

     

    "Alles Gute" Tour


    Rosenstolz wurde immer erfolgreicher und demzufolge kamen immer mehr Menschen zu den Konzerten. Nach der schlechten Akustik in der Arena auf der letzten Tour musste diesmal das Zelt vom Tempodrom im Tiergarten herhalten. Zu Beginn wurden zwei Videos gezeigt. Nach kurzer Irritation kamen Anna und Peter auf die Bühne und erklärten, dass ihre Videos nicht im Fernsehen laufen und die Fans diese trotzdem sehen sollten. Dann ging es richtig los, vor allem mit älteren Stücken, da die Alles Gute-Veröffentlichung bis auf das Grand-Prix-Stück Herzensschöner nur noch zwei weitere neue Lieder (Lass sie reden, Süßer Vogel) enthielt. Ansonsten war die Stimmung wie immer gut, nur die Sommerhitze in den Zelt unerträglich.

     

     

     

    27.11.1997

    The Prodigy
    Berlin Arena

    48 DM

     

    THE FAT OF THE LAND


    Zum ersten Mal sollte ein Konzert ausverkauft sein, aber wir kamen trotzdem noch rein und mit uns gerade noch Maxim von Prodigy mit dem Taxi durch die Massen. Gleich vorneweg: es war das lauteste und powervollste Konzert, dass ich bis dahin erlebt habe. Das Bühnenbild glich dem Eingang einer Röhre, an der echten Seite stand der Meister Liam Howlett an den Tasten und die anderen drei machten die Show. Es ging gleich zur Sache mit Smack my bitch up und Firestarter. Bei Keith sah man den Leibhaftigen vor sich. Es war die Hölle mit Voodoo people und Poison, die Bässe spürten man von den Zehenspitzen bis unter die Haarwurzeln. Nach diesem Konzert war man wie erschlagen von der Gewalt der Töne von Prodigy.

     

     

     

    05.10.1997

    Rammstein
    Cottbus Messehalle

    35 DM

     

    Sehnsucht


    Krachend volle Messehalle in Cottbus. Die Akustik drin sehr schlecht, aber Rammstein wussten durch laute Gitarren und Feuerwerk zu gefallen. Sie spielten die Lieder der ersten und zweiten Platte runter. richtig ab ging es nach Du hast und Engel. Zwischendrin eine Pause, nach der Sänger Till Lindemann als brennender Mensch zwischen den Massen von hinten nach vorn glitt (Rammstein, ein Mensch brennt...). Bei einem brennenden Pfeil der nach hinten geschleudert wurde und wieder zurück kam, brannte fast die schicke Halle ab. Ansonsten ausgezeichnete Stimmung und guter Einsatz der Band in einer für Konzerte absolut ungeeigneten Halle.

     

    Setlist:

    1. Rammstein

    2. Tier

    3. Bestrafe mich

    4. Weißes Fleisch

    5. Sehnsucht

    6. Asche zu Asche

    7. Seemann

    8. Heirate mich

    9. Du riechst so gut

    10. Du hast

    11. Bück dich

    12. Engel

    13. Spiel mit mir

    14. Laichzeit

    15. Wollt ihr das Bett in Flammen sehen?

     

     

     

    02.10.1997

    Rosenstolz
    Cottbus Gladhouse

     

    "Die Schlampen sind müde" Tour


    Pünktlich um 9 starteten Rosenstolz mit dem 1. Stück des aktuellen Album Die öffentliche Frau. Also hieß es, Bier schnell austrinken und vom Tresen in den Saal nebenan. Mit ihrem gerade veröffentlichten 5. Album konnte Rosenstolz textlich und melodisch an die Erfolge des Vorgängers Objekt der Begierde anknüpfen. Die Lieder waren wieder etwas schneller (Psychologin, Wir tanzen Tango, Duett) und mit Es lebe der König konnte Peter das Publikum wie bei seinem Kulthit Die Zigarette danach zum mitsingen animieren. Höhepunkte waren natürlich Nur einmal noch, Schlampenfieber und Königin. Insgesamt ein schicker Abend mit der Enge und Nähe zur Band im Cottbuser Gladhouse. Dies wird wohl bei zunehmenden Erfolg nicht mehr so da sein.

     

     

     

    27.09.1997

    And One
    Cottbus Gladhouse

     

    "Nordhausen überall" - Tour 97

    Vorprogramm: Northern Territories
     

    Zweimal bereits verlegt, weil Keyboarder Rick Schah krank in Nordhausen lag, fand dann endlich das Konzert zur CD Nordhausen statt. Als Vorband lief Northern Territories aus Schweden, deren Musik mein Freund Uwe als Eierkuchenmucke bezeichnen würde.

    Doch dann setzten Steve und Konsorten mit lauten schnellen ElektroSound los. Die aktuellen Stücke Sometimes, Sweety Sweety, Movie Star, Sitata Tirulala sowie die Kultstücke Techno Man, Klaus, Second Voice und Spontanverkehr hielten das menschliche Schlagzeug Joke Jay nicht lange hinter seinen Drums und ließen das schwarz gekleidete Publikum fleißig mit singen und tanzen. Ein gelungener Musikabend.

     

     

     

    01.08.1997

    Michael Jackson
    Berlin Olympiastadion

    74,50 DM

     

    HIStory World Tour


    Im krachend vollen Olympiastadion bei hohen sommerlichen Temperaturen fanden wir im Innenraum Platz. Mit abwechselnden Hochheben konnten Blicke auf die Bühne erhascht werden. Den zwei Kindervorbands folgte der King of Pop mit Titeln seines aktuellen Albums sowie einigen älteren Stücken. Mehrmaliges Umziehen -  auch mitten im Titel - und Erholungspausen zogen den Abend ziemlich in die Länge. Zudem war es entweder perfekt gesungen und musiziert oder Musik und Gesang aus der Konserve. Auch durch die "I love you"-Rufe steigerte sich nicht unbedingt die Stimmung und auch die Szene, in der ein Panzer auf den Sänger zufuhr, worauf dieser in Tränen ausbrach, waren nicht überraschend, da sie auf der Tournee davor schon verwendet wurden. Insgesamt zu teuer und wenig Stimmung. Es sprang kein Funke von der Bühne in das weite Rund über.

     

    Setlist:

    1. Gates of Kiev Intro

    2. Scream/They don't care about us/In the closet

    3. Wanna be startin' something

    4. Stranger in Moscow

    5. Smooth criminal

    6. The wind interlude

    7. You are not alone

    8. I want you back/The love you save/I'll be there

    9. Remember the time interlude

    10. Billie Jean

    11. Thriller

    12. Beat it

    13. Blood on the dancefloor

    14. Black or white panther interlude

    15. Dangerous

    16. Black or white

    17. Earth song

    21. We are the world interlude

    22. Heal the world

    23. HIStory

     

     

     

    28.04.1997

    Erasure
    Berlin Arena

    40 DM

     

    The "Cowboy" Concert


    Vom Erfolg waren Vincent Clarke und Andy Bell seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr verfolgt. Zum neuen Cowboy-Album folgte eine Tour. Die Bühne war sehr minimalistisch ausgestattet. In der Mitte stand ein 3 m hoher Computer-Turm, auf den sich Vince Clarke zu Beginn und Ende der Lieder begab, um Ein- und Ausschaltknopf zu betätigen. Die Performance überließ er Andrew Bell und dem Background-Gospel-Chor. Mit den neuen Stücken der neuen Platte gelang das nur teilweise (Don't say your love is killing me). Richtig gemütlich wurde es, als Vince seine Gitarre hervor holte und Akustisches angesagt war (Sometimes). Mit den älteren Stücken wie Ship of fools, Love to hate you und Stop! erreichte Stimmung ihren Höhepunkt. Alles in allem ein netter Abend, bei dem Andy Bell auch durch seine Deutschkenntnisse bestach ("Was für ein süßes blaues Vögelchen").

     

    Setlist:

    1. Reach out

    2. Chains of love

    3. Worlds on fire

    4. Love to hate you

    5. Save me darling

    6. Always

    7. Sometimes

    8. How can I say

    9. A little respect

    10. Rock me gently

    11. You surround me

    12. Ship of fools

    13. Rain

    14. Take a chance on me

    15. Boy

    16. Chorus

    17. In my arms

    18. Oh l´amour

    19. Love affair

    20. Don´t say your love is killing me

    21. Stop

     

     

     

    11.04.1997

    Blur
    Berlin Arena

     

    Blur Tour

     

    Die Arena reich gefüllt, Blur gerade auf dem Erfolg ihrer neuen Platte Blur reitend, begannen die Götter des Britpop auch gleich mit ihrem Hit des Jahres Beetlebum. Die Stimmung trieb noch etwas in die Höhe mit Song 2 und kurz vor Ende noch einmal mit dem Hit Girls and Boys. Ingesamt ein netter und lauter Musikabend mit viel Geschrammel.

     

    Setlist:

    1. Beetlebum

    2. Movin' on

    3. Jubilee

    4. Stereotypes

    5. Country sad ballad man

    6. M.O.R.

    7. To the end

    8. She's so high

    9. Oily water

    10. Popscene

    11. Chinese bombs

    12. Advert

    13. Bank holiday

    14. Death of a party

    15. Girls & boys

    16. This is a low

    .............................

    17. Song 2

    18. On your own

    19. Look inside America

    20. Parklife

    21. The universal

    22. Sing

     

     

     

    02.03.1997

    No Doubt
    Berlin Arena

     

    Tragic Kingdom Tour 97

     

    Wenn eine Sängerin ihren Liebeskummer nach der Trennung von dem Bassisten der Band in Worte und Musik gießt, kann es wie in diesem Fall bei No Doubt zum großen Durchbruch einer bis dahin nur wenig bekannten Band führen. Die Single Don't speak und das Album Tragic Kingdom führten in ganz Europa die Charts an und musste die Tournee zum Album zwangsläufig auch durch Berlin führen. Dabei zeigte sich, dass die weiteren Stücke eher schneller wie I'm just girl ("... and you're a fucking man") waren. Gwen Stefanie sorgte für Stimmung, sprang auf der Bühne hin und her, sprang von den Boxen und als die aktuelle Platte Tragic Kingdom vorgestellt war, gingen Band und Publikum fröhlich auseinander.

     

    Setlist:

    1. Tragic kingdom

    2. Excuse me mr.

    3. Happy now?

    4. Different people

    5. Just a girl

    6. The climb

    7. Move on

    8. Sunday morning

    9. Don't speak

    10. End it on this

    11. Total hate

    12. Spiderwebs

    13. Hey you (acoustic)

    14. Ob-la-di, ob-la-da

     

     

     

    1997

    Kassierer
    Cottbus Gladhouse

     

    Vorprogramm: F.B.I.

     

    Die Cottbuser Vorband F.B.I. (Frei Bier Ideologen) hatten es als Lokalmatadore nicht schwer, die Stimmung mit Musik aus einer Mischung von Ska und Punk (Skins and Punks, Muroroa) anzuheizen. Die beiden Höhepunkte bestanden jedoch darin, dass Keyboarder Krohn sein weißes Oberhemd aus zog und den gröhlenden weiblichen Groupies zu warf. Zum Glück fing es wie immer seine Schwester auf und noch ein Highlight war, als gegen Ende Bassist Julian seine Shorts fallen lies. Die Kassierer aus Wattenscheid lieferten anschließend Punk, waren ziemlich besoffen und beim dritten Lied hatte die halbe Band die Hosen runter. Alles danach war nur noch für Hartgesottene und in Erfüllung des Wunsches meiner Begleitung verließen wir das Gladhouse. Nach diesem Konzert wurde F.B.I noch des Öfteren als Vorband der Kassierer gesichtet.

     

     

     

    01.08.1995

    R.E.M.
    Berlin Waldbühne

     

    Monster-Tour

    Vorprogramm: Radiohead
     

    Mit mehrmonatiger Verspätung durch Bill Berrys Krankheit verschobenes Konzert fand dann dieses dann Ende Sommer 1995 doch statt. Viel Platz in der Waldbühne und nach den ersten Liedern nur noch halb voll, da viele Zuhörer sich nicht mit der neu erschienen Monster-CD beschäftigt hatten. Doch schon die noch wenig bekannten Radiohead als Vorband waren das Eintrittsgeld wert. Danach zeigten R.E.M. noch in der Ur-Besetzung mit Michael Stipe (der seine Texte fehlerfrei ablesen konnte), Mike Mills, Peter Buck und Bill Berry mit Crush with eyeliner, dass die Richtung gitarrenlastiger als bisher vorgegeben war. Nach den neuen Liedern What the frequency, Kenneth? und Let me in folgten auch ältere Stücke wie der absolute Superhit Losing my religion war ziemlich zeitig Schluss. Dafür zeigte sich R.E.M. sehr zugabefreudig u. a. mit Tusk von Fleetwood Mac (ca. 8 Zugaben).

     

    Setlist:

    1. I took your name

    2. What's the frequency, Kenneth?

    3. Crush with eyeliner

    4. Me in honey

    5. Bang and blame

    6. Near wild heaven

    7. Undertow

    8. Welcome to the occupation

    9. You

    10. Strange currencies

    11. Revolution

    12. Tongue

    13. Man on the moon

    14. Country feedback

    15. Star me kitten

    16. Losing my religion

    17. Pop song 89

    18. Finest worksong

    19. Get up

    20. Star 69

    .......................................................

    21. Let me in

    22. Everybody hurts

    23. So. central rain

    24. Departure

    25. Tusk/Ghostrider

    26. It's the end of the world as we know it (and I feel fine)

     

     

     

    1995

    Blind Passengers
    Oehna Dorfdisco

     

    Die Blind Passengers hatten viel Zuspruch durch die Walking to heaven, die Coverversion  einer Werbemelodie erhalten. Zu viert verstärkt, fanden sie dann in die Dorfdisco Oehna bei Jüterbog. Leider war das genannte Stück auch nur das einzige Stück, welches für Stimmung und Schwung sorgte.

     

     

     

    16.06.1993

    Depeche Mode
    Berlin Waldbühne

    47 DM

     

    Devotional Tour

    Vorprogramm: Miranda Sex Garden
     

    Mein erstes Konzert in der Waldbühne. Ausverkauft. 20.000 Menschen in schwarzen Klamotten. Die Vorband eher bescheiden, aber standhaft. Dann kam der Regen und mit ihm fiel der Vorhang. Und dann kamen sie, Dave Gahan inzwischen zum personifizierten Musik-Gott auch äußerlich mutiert, bestach mit Hüftschwung, Klatschen und Mikrofonständer-Wirbeln, Martin Gore als introvertierter Leisetöner an der Gitarre, Fletch als was-das-weiß-er-wohl-selbst-am-besten und Alan Wilder zu Beginn am Schlagzeug. Dies wurde seine letzte Tour, danach stieg er bei DM aus. Fletch wollte anschließend nicht mehr an Konzerten teilnehmen und konnte den den letzten Teil der Tour nicht mehr mit machen. Kurzum, die Band zerbrach, Dave zog es nach USA, wo er einen Kokain-Absturz hatte und einen Selbstmordversuch verübte. Das Konzert begann mit Higher love, im Background zwei Damen, denen Martin bei Condemnation versuchte, die Stimmlage beizubringen, der Regen immer stärker werdend, Dave nur noch barfuß, auch der Flügel war nach mehreren Versuchen erst hörbar. Die Stimmung blieb jedoch auf hohem Niveau und steigerten sich bei I feel you, Walking in my shoes und Enjoy the silence.

     

    Setlist:

    Intro (Life`s short)

    1. Higher love

    2. Policy of truth

    3. World in my eyes

    4. Walking in my shoes

    5. Behind the wheel

    6. Halo

    7. Stripped

    8. Condemnation

    9. Judas

    10. Death's door

    11. Mercy in you

    12. I feel you

    13. Never let me down again

    14. Rush

    15. In your room

    ....................................

    16. Personal Jesus

    17. Enjoy the silence

    ....................................

    18. Fly on the windscreen

    19. Everything counts

     

     

     

     

     

    Ansonsten fehlen hier noch einige Konzerte, die jedoch keiner ausführlicheren Erwähnung bedürfen:

     

    Karat 1987, Cottbus, Kleine Pressefestwiese

    Puhdys 1991, Werben, Gasthaus "Zum Stern"

    Dr. Ring Ding 1995, Cottbus, Gladhouse

    Helge Schneider & Hardcore 1996, Berlin, Arena